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Stärkster Sturm des JahresTaifun „Sinlaku“ sorgt für schwere Schäden im Pazifik

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Pazifischer Supertaifun Sinlaku

Der Supertaifun bewegte sich nur langsam vorwärts - das machte ihn besonders gefährlich.

Der Taifun „Sinlaku“ überquert die Nördlichen Marianen im Pazifik nur sehr langsam. Dies führt zu erheblichen Zerstörungen in dem US-Außengebiet.

Wirbelsturm „Sinlaku“ verursacht schwere Verwüstungen auf den Marianen. Mit großer Heftigkeit ist der Supertaifun „Sinlaku“ auf die Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik geprallt. Meldungen deuten auf teils erhebliche Verwüstungen hin, wobei eine genaue Einschätzung der Lage vorerst ausstand. Laut dem örtlichen Wetterdienst erreichte der Wirbelsturm Windstärken über 210 Kilometer pro Stunde, als er während der Nacht die Inseln Saipan und Tinian erfasste.

Als besonders gravierend gilt die äußerst langsame Fortbewegung des Taifuns. Aus diesem Grund habe er eine außergewöhnlich lange Dauer über dem US-Territorium mit etwa 45.000 Bewohnern gewirkt, berichtete der australische Sender ABC unter Berufung auf den Meteorologen Landon Aydlett vom „National Weather Service“ in Guam, wie die dpa meldet. Er unterstrich: „Das macht die Auswirkungen besonders diabolisch. Sobald es über den Inseln heller wird, werden wir mehr Klarheit haben“.

Berichte über massive Zerstörungen

Guam, ein US-Territorium, das sich südlicher befindet, wurde gleichfalls von dem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen, obwohl es dort nicht unmittelbar auf Land traf. Politisch zählt die Insel, wie auch die Nördlichen Marianen, zu den Vereinigten Staaten. Geografisch sind beide Teil von Mikronesien und befinden sich im Osten der Philippinen.

Von der Insel Tinian meldeten Zeugen gegenüber dem Sender ABC erhebliche Verwüstungen. Deborah Fleming, die einem lokalen Frauenverband angehört, äußerte sich: „Es ist absolut beängstigend — man kann draußen nichts sehen, es weht immer noch ein extrem starker Wind, Wasser dringt ein, viele Bäume sind umgestürzt, Häuser wurden verwüstet“.

Supertaifun «Sinlaku»

Der Taifun war der bisher schwerste Tropensturm des Jahres.

Sturmfluten und hohe Wellen verschärfen die Lage

Zusätzlich zu den orkanartigen Böen stellten Sturmfluten ein weiteres Risiko dar. Auf der Insel Saipan registrierte man Wellen von etwa neun Metern Höhe, so die Meldung der Online-Publikation „Pacific Daily News“. Das Risiko für Überflutungen und Hangrutsche wurde durch heftige Niederschläge und Gewitter weiter gesteigert.

Die zuständigen Stellen appellierten an die Menschen, weiterhin in ihren Unterkünften oder Notunterkünften zu verweilen. Zahlreiche Einwohner hatten bereits im Vorfeld Schutz in Evakuierungszentren gesucht. Des Weiteren saßen Hunderte von Urlaubern aufgrund annullierter Flüge auf der Inselgruppe fest. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.