Zahlreiche Freiwillige sammelten in verschiedenen Orten der Gemeinde Kall Müll und Unrat. Sie fanden Blumenkübel, Altöl und Kaffeemaschinen.
MüllsammelaktionFreiwillige waren an mehreren Orten in der Gemeinde Kall im Einsatz

Fast 100 Freiwillige waren in Kall dem Aufruf zum Müllsammeln gefolgt.
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In vielen Orten der Gemeinde Kall haben in den vergangenen Wochen Müllsammelaktionen stattgefunden, die von den jeweiligen Ortsvorstehern organisiert wurden. Probleme mit wildem Müll und Vandalismus haben nach Angaben der Verwaltung in jüngster Zeit zugenommen. Betroffen sind unter anderem Spielplätze, Wirtschaftswege, Glascontainerstandorte und das Bahnhofsgelände.
Der Bauhof berichtet von zunehmenden illegalen Müllablagerungen – teils auch mit gefährlichen Stoffen. Gleichzeitig steigt der Aufwand der Entsorgung für die Gemeinde deutlich: Allein 2024 seien Kosten von rund 20.000 Euro entstanden. Auch Schäden an öffentlichen Einrichtungen sowie verfassungsfeindliche Schmierereien seien zuletzt vermehrt festgestellt worden.

Auf Hängern wurde der Unrat gesammelt.
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„Die Kosten für die Entsorgung steigen. Die Situation stellt nicht nur eine erhebliche Belastung für die Umwelt und das Gemeindebild dar, sondern kostet die Bevölkerung jede Menge Steuergelder, die an anderen Stellen deutlich besser eingesetzt wären“, erklärte Bürgermeister Emmanuel Kunz.
Fast 100 Freiwillige mit Greifzangen und Müllsäcken
Im Kernort waren am Samstag fast 100 Helfer dem Aufruf von Ortsvorsteher Dieter Pütz gefolgt, um an unterschiedlichen Stellen für Sauberkeit zu sorgen. Ausgerüstet mit Greifzangen, Müllsäcken und Handschuhen gingen sie an die Arbeit. „Feuerwehrleute haben in Wathosen Bereiche am Kallbach und an der Urft gesäubert. Dabei haben sie noch Dinge gefunden, die vermutlich von der Flut stammten wie große Blumenkübel und Zaunanlagen“, berichtete Pütz. Auch die Achse von einem Kart oder einem ähnlichen Fahrzeug habe man eingesammelt.
In allen Gewerbegebieten und an den Bahnstrecken seien ebenfalls Helfer im Einsatz gewesen. An einem Rastplatz an der Gemünder Straße habe man Altöl entdeckt. Anna Pauly und Ludwig Werle vom Rewe-Markt unterstützten die Aktion und luden alle fleißigen Helfer zu einem Imbiss ein und stellten Getränke zur Verfügung.
Knapp 30 Freiwillige waren in Scheven und Wallenthal im Einsatz gewesen. „Wir haben diesmal weniger Abfall gefunden als in früheren Jahren“, hatte Ortsvorsteher Hans Reiff eine gute Nachricht zu vermelden. Während man sonst zwei Anhänger für den Abtransport des Mülls benötigt habe, sei es diesmal nur einer gewesen.
Ein Anhänger voll Müll kam in Sistig zusammen
Auch in Frohnrath und Sistig wurde am vergangenen Wochenende fleißig Müll und Unrat gesammelt. „In Frohnrath waren am Freitag Kinder unterwegs, um das Dorf aufzuräumen. Dort wurden neben Flaschen und Plastik auch Pfannen und Kaffeemaschinen aus dem Wald gesammelt“, berichtete Ortsvorsteher Brian Linden. „Es ist erschreckend, was die Leute im Wald entsorgen“, so Linden.
Am Samstag gab es eine weitere Aktion in Sistig, bei der 30 Personen – vom Kind bis zum Rentner – unterwegs waren. Insgesamt sei ein Anhänger voll Müll gesammelt worden. „Ein besonderer Dank gilt der Bäckerei Zimmer für die Verpflegung mit Backwaren nach getaner Arbeit“, lobte Ortsvorsteher Linden den Betrieb.
Mehr als 20 Müllsammler waren in Golbach unterwegs. Ortsvorsteher Guido Manstein dankte den Helfern und dem Bauhof der Gemeinde für die tatkräftige Unterstützung. Eine Wiederholung im nächsten Jahr sei geplant. In Wahlen hatte Ortsvorsteher Ralf Klöckner rund 20 Freiwillige für die Sammelaktion zusammengetrommelt, darunter auch einige Mitglieder der Löschgruppe des Ortes.

