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US-Präsident auf TalfahrtZwei schlechte Nachrichten und viel Häme für Donald Trump

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US-Präsident Donald Trump hat mit geringen Zustimmungswerten zu kämpfen. (Archivbild)

US-Präsident Donald Trump hat mit geringen Zustimmungswerten zu kämpfen. (Archivbild)

Eine symbolische Wahlpleite und brisante Zahlen: Trump muss  Rückschläge hinnehmen – die Demokraten teilen derweil weiter aus.

Schlechte Nachrichten für US-Präsident Donald Trump: In einer Umfrage des Instituts Ipsos für die Nachrichtenagentur Reuters äußerten sich nur noch 36 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger in den USA zufrieden mit Trumps Amtsführung. In der Vorwoche waren es noch 40 Prozent gewesen. Die Zustimmungswerte für den US-Präsidenten sind somit auf den niedrigsten Stand seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus gefallen.

Als Gründe für den Rückgang werden die gestiegenen Benzinpreise und eine breite Ablehnung des von den USA gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges gegen den Iran angeführt. Besonders unzufrieden zeigten sich die Befragten mit Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten, einem zentralen Thema seines Wahlkampfes im Jahr 2024.

Demokraten nutzen Lage für Attacken: „Dafür können Sie Trump danken“

Trumps politische Gegner betonen die hohen Lebenshaltungskosten in den vergangenen Tagen intensiv. „Die durchschnittlichen Benzinpreise sind auf 3,98 Dollar gestiegen. Vor einem Monat lagen die Benzinpreise bei 2,95 Dollar. Dafür können Sie Donald Trump danken“, schrieben etwa die demokratischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses am Dienstag auf der Plattform X.

Auch die schlechten Zustimmungswerte sorgen nun für Spott aus dem Lager der Demokraten. „Großartige Arbeit“, kommentierte etwa Trumps derzeit wohl populärster Gegenspieler, der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, einen Bericht über Trumps sinkende Umfragewerte.

Demokraten: Häme und Freude über Wahlsieg in Trumps Heimatwahlbezirk

Das Presseteam des Demokraten schrieb unterdessen: „Trump ist ein gebrochener Mann“. Außerdem sei der US-Präsident „hirntot“, hieß es in einem weiteren Beitrag. Trump und Newsom und ihre jeweiligen Lager attackieren sich bereits seit Wochen immer wieder mit scharfen Worten – der Republikaner hatte Newsom zuletzt etwa mehrfach für seine Legasthenie verhöhnt. 

Für Freude bei den Demokraten sorgt wenige Monate vor den Midterm-Wahlen in den USA derweil auch ein symbolischer Wahlsieg in Trumps Heimatwahlbezirk im Bundesstaat Florida. Bei einer Nachwahl zum Repräsentantenhaus hat die demokratische Opposition in dem Wahlkreis gewonnen, in dem Trumps Anwesen Mar-a-Lago liegt.

„Trumps Wahlkreis in Mar-a-Lago zurückerobert“

Wie CNN, die „New York Times“ und andere US-Medien berichteten, setzte sich die erstmals angetretene Demokratin Emily Gregory am Dienstag gegen einen von Trump unterstützten Republikaner durch. „Die Demokraten haben gerade Trumps Wahlkreis in Mar-a-Lago zurückerobert“, verkündete die Demokratische Partei im Onlinedienst X. Es handele sich dabei um eine „riesige Neuigkeit“, hieß es weiter.

Trump verbringt die meisten seiner Wochenenden in seiner luxuriösen Residenz Mar-a-Lago in Palm Beach. Der Präsident stimmte bei der Wahl laut Medienberichten per Briefwahl ab, obwohl er die Stimmabgabe per Brief immer wieder als angeblich betrugsanfällig kritisiert.

Berichte: Trump wettert gegen Briefwahl – und nutzt sie selbst

Auch dafür muss sich der Republikaner nun scharfe Worte gefallen lassen: „Laut Trump ist die Briefwahl Betrug, wenn eine vielbeschäftigte Mutter von drei Kindern mit zwei Jobs sie nutzt, aber völlig in Ordnung, wenn er sie selbst nutzt“, kommentierte etwa Chuck Schumer, demokratischer Fraktionsführer im US-Senat, die Medienberichte über Trumps Briefwahl.

„Sein Wahllokal ist weniger als 15 Autominuten von Mar-a-Lago entfernt. Seine Entscheidung, per Briefwahl abzustimmen, zeigt, wie heuchlerisch seine Lügen über Betrug und Täuschung in Wirklichkeit sind“, fügte Schumer hinzu. (mit afp)