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Israels Armee greift durchGanzes Bataillon nach Angriff auf CNN-Team suspendiert

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Nahostkonflikt - Israel

Immer wieder kommt es zu Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser und ihren Besitz. (Archivbild)

Wegen eines gewalttätigen Angriffs auf ein Presseteam von CNN im Westjordanland wurde eine komplette israelische Reserveeinheit vom Dienst freigestellt.

Ein komplettes Reservebataillon ist von der israelischen Militärführung vom Dienst entbunden worden. Dieser Schritt erfolgte nach einem gewalttätigen Vorfall mit Soldaten und Journalisten des amerikanischen Nachrichtensenders CNN im besetzten Westjordanland. Die Einheit werde einem Verfahren zur Festigung ihrer „fachlichen und ethischen Grundlagen“ unterworfen, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Verweis auf Militärangaben.

Das Team von CNN beabsichtigte, über die Konsequenzen einer Attacke durch israelische Siedler und den Aufbau eines nicht genehmigten Außenpostens zu berichten. Laut eigenen Aussagen wurden die Medienvertreter währenddessen von israelischen Soldaten attackiert und unter Zwang festgehalten.

Ereignis von CNN aufgezeichnet

Das Geschehnis wurde von CNN gefilmt. Korrespondent Jeremy Diamond teilte auf der Plattform X mit, dass die Soldaten einen Fotografen attackiert und sein Team festgesetzt hätten, wie die dpa aus einem Bericht zitiert. Die Journalisten hatten sich laut der Foreign Press Association (FPA), einem internationalen Presseverband, klar identifiziert. Trotzdem hätten die Militärangehörigen mehrfach versucht, die Filmaufnahmen zu unterbinden. In der Folge nahm ein Soldat einen CNN-Mitarbeiter in den Würgegriff, warf ihn nieder und zog dabei dessen Kamera in Mitleidenschaft.

Die Organisation bewertete dies als unmittelbare Attacke auf die Freiheit der Presse. Eine Untersuchung des Vorfalls wurde von der israelischen Militärführung eingeleitet. Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, die außergewöhnliche Freistellung einer kompletten Einheit solle eine abschreckende Wirkung entfalten. Die Mitglieder des Bataillons, welches üblicherweise aus mehreren hundert Personen besteht, zeigten sich demnach „schockiert über die Kollektivstrafe“.

Zunahme von Gewalt durch Siedler

Im Westjordanland wurde seit dem Start des Gaza-Kriegs vor zweieinhalb Jahren eine deutliche Zunahme von gewalttätigen Übergriffen durch israelische Siedler auf Palästinenser und deren Eigentum verzeichnet. Israelische Sicherheitskräfte sehen sich wiederholt der Kritik ausgesetzt, sie würden nicht entschieden genug einschreiten oder sich sogar mit den aggressiven Siedlern solidarisieren. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.