Anders als prognostiziert, hat die Ökonomie Nordrhein-Westfalens im Vorjahr zugelegt. Jedoch konnten nicht alle Branchen positive Zahlen vorweisen.
Besser als der BundNRW-Wirtschaft wächst überraschend um 0,3 Prozent

Die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe Nordrhein-Westfalens ist im vergangenen Jahr preisbereinigt gesunken, und zwar um 2,0 Prozent. Insgesamt legte das Bruttoinlandsprodukt in NRW aber um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Landesamt berichtete. (Symbolbild)
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Die ökonomische Gesamtleistung in Nordrhein-Westfalen verzeichnete im abgelaufenen Jahr einen leichten Zuwachs und übertraf damit die Prognosen von Fachleuten. Auf Basis vorläufiger Kalkulationen des Statistischen Landesamtes in Düsseldorf erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für NRW um 0,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Dieses Wachstum liegt somit über dem bundesweiten Durchschnitt von 0,2 Prozent.
Sowohl 2023 als auch 2024 war die ökonomische Leistung hingegen rückläufig gewesen. Wie die dpa meldet, waren Konjunkturforscher des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung noch im Februar von einer Stagnation der Wirtschaft für 2025 ausgegangen. Der Begriff preisbereinigt beschreibt, dass Effekte von Preiszuwächsen, also der Inflation, aus den Daten eliminiert wurden.
Service-Sektor kompensiert industrielle Einbußen
Positive Entwicklungen im Servicesektor konnten die Verluste im industriellen Bereich ausgleichen, so die Statistiker. Ein inflationsbereinigter Zuwachs von 0,7 Prozent wurde im Dienstleistungssektor registriert, welcher beinahe drei Viertel der ökonomischen Gesamtleistung erbringt. Den größten Zuwachs innerhalb dieses Sektors erzielte die Sparte „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, private Haushalte mit Hauspersonal“ mit einem Anstieg von 1,1 Prozent.
Demgegenüber sank die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe, das beinahe ein Viertel der ökonomischen Leistung von NRW erbringt, um insgesamt 1,3 Prozent. Innerhalb dieses Sektors musste die Industrie, wozu beispielsweise der Maschinenbau oder die Chemie zählen, ein Minus von 1,6 Prozent verzeichnen. Ein noch deutlicherer Einbruch zeigte sich in der Baubranche mit einem Minus von 2,0 Prozent.
Ausblick für 2026 von Unsicherheit geprägt
Für das aktuelle Jahr 2026 hatte das RWI im Februar, vor dem Beginn des Irankriegs, noch ein Wachstum für NRW in Höhe von 0,9 Prozent erwartet. Vor rund zwei Wochen revidierte das Institut seine Wachstumserwartung für Gesamtdeutschland jedoch von 1,0 auf 0,9 Prozent. Als wesentlicher Grund dafür wurden die stark erhöhten Energiepreise als Konsequenz des Krieges angeführt. Die Wirtschaftsforscher erwähnten zugleich „erheblichen Unsicherheiten“ bei dieser Prognose wegen des unklaren Kriegsverlaufs. (red)
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