Die Gerüchte nehmen Fahrt auf: Hat Karl Lauterbach ab Mai 2027 einen neuen Job? Auch ein mögliches Hindernis wird von Medien thematisiert.
Pandemien wären KernthemaKarl Lauterbach wird angeblich für neuen Spitzenjob gehandelt

Der Kölner SPD-Politiker Karl Lauterbach. (Archivbild)
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Die Spekulationen nehmen Fahrt auf: Bekommt der Kölner SPD-Politiker Karl Lauterbach bald einen neuen Spitzenjob im schweizerischen Genf? Die „Bild“ hat entsprechende Gerüchte nun noch einmal angeheizt. Laut einem Bericht der Boulevardzeitung wird der ehemalige Gesundheitsminister als nächster Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehandelt. Schweizer Medien hatten zuvor ähnlich berichtet.
Bei der WHO steht im Mai 2027 ein Führungswechsel an, dann übernimmt ein neuer Chef die Weltgesundheitsorganisation mit weltweit rund 8000 Mitarbeitenden in 150 Regionalbüros und einem Budget von fünf Milliarden Euro. Sollte Lauterbach den Zuschlag bekommen, stünde dem früheren Minister als WHO-Chef ein Jahresgehalt in Höhe von rund 252.000 Euro zu, berichtet „Bild“ weiter.
Karl Lauterbach: Corona-Politik als Hindernis?
Die Zeitung nennt jedoch auch ein mögliches Hindernis auf Lauterbachs Weg zum neuen Spitzenjob: die restriktive Corona-Politik des ehemaligen Gesundheitsministers während der Pandemie. Die angeordneten Schulschließungen etwa bezeichnete Lauterbach später selbst als Fehler. Bei der WHO würden zukünftige Pandemien zum zentralen Kompetenzfeld zählen, beschreibt „Bild“ angebliche Zweifel an Lauterbachs Eignung.
Auf Unterstützung aus der eigenen Partei kann Lauterbach unterdessen offenbar bereits jetzt bauen. „Angesichts des Rückzugs der Vereinigten Staaten aus der WHO ist es sinnvoll und notwendig, dass Deutschland sein Engagement nun ausbaut“, sagte Parteikollege Serdar Yüksel der schweizerischen „Neuen Zürcher Zeitung“ angesichts der Gerüchte um den SPD-Gesundheitspolitiker.
Karl Lauterbach schweigt zu Spekulationen über WHO-Job
Lauterbach selbst schweigt unterdessen angesichts des medialen Wirbels – eine Anfrage von „Bild“ ließ der SPD-Politiker, der kürzlich bei der „Cinema for Peace Gala“ in Berlin mit dem amtierenden WHO-Chef Tedros Ghebreyesus für die Kameras posiert hatte, unbeantwortet. Auch auf der Plattform X, wo sich Lauterbach regelmäßig zu Wort meldet, schweigt Lauterbach zu den Spekulationen um den Posten als WHO-Generaldirektor.
Dem Thema Gesundheit widmete Lauterbach sich dort am Mittwoch (18. Februar) allerdings trotzdem – samt internationaler Perspektive. „In Japan wird zu viel Salz gegessen“, schrieb Lauterbach zu einem Bericht über einen elektrischen Löffel, der eine „Illusion von mehr Salz in der Suppe“ verspricht. „Da bleibe ich lieber beim weitgehenden Verzicht“, fügte Lauterbach hinzu, der eine überwiegend salzfreie Ernährung empfiehlt. „Hi-Tech-Besteck ist auch keine Lösung.“ (das)

