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Waffenruhe im LibanonZehn Staaten fordern sofortiges Ende der Kampfhandlungen

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Iran-Krieg - Libanon

Die Länder fordern ein Ende der Kampfhandlungen.

Ein Bündnis aus zehn Ländern, zu dem auch die Schweiz und das Vereinigte Königreich gehören, drängt auf eine unverzügliche Einstellung der Gefechte im Libanon.

In einer kollektiven Erklärung haben Kanada, Großbritannien, die Schweiz sowie sieben andere Nationen „ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon“ verlangt. Die Länder seien, wie die dpa berichtet, „zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon“. Die von Kanada publizierte Stellungnahme hebt hervor, dass insbesondere die Zivilbevölkerung und zivile Einrichtungen vor den Konsequenzen der Auseinandersetzungen bewahrt werden müssen.

Dieser Appell schließt an ein initiales Zusammentreffen von israelischen sowie libanesischen Repräsentanten in Washington an, welches den Beginn unmittelbarer Gespräche zwischen den Konfliktparteien einleiten soll. Die Gruppe der zehn Nationen hieß die kürzlich zwischen den USA, Israel und dem Iran ausgehandelte zweiwöchige Feuerpause willkommen. Sie unterstrich jedoch, dass ebenso im Libanon die Kampfhandlungen eingestellt werden müssen. Im Kontext des Iran-Krieges hatte sich auch die Auseinandersetzung zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon und dem Staat Israel erneut verschärft. Die Regierung in Beirut wird von Israel beschuldigt, bei der Entwaffnung der Hisbollah gescheitert zu sein.

Appell zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts

In ihrer Erklärung forderten die zehn Nationen überdies eine „Achtung des humanitären Völkerrechts“ ein, damit die Würde des Menschen gewahrt und der Zugang für humanitäre Unterstützung ermöglicht wird. Weiterhin hieß es: „Wir verurteilen aufs Schärfste Handlungen, die zum Tod von UN-Friedenstruppen geführt und die Risiken für humanitäres Personal im Südlibanon erheblich erhöht haben“.

Drei UN-Blauhelmsoldaten kamen bei diversen Zwischenfällen Ende März im südlichen Libanon ums Leben. Ein Angriff am 29. März wurde nach initialen Ermittlungen der Friedensmission der UN, Unifil, von einem Panzer der israelischen Streitkräfte ausgeführt. Laut den Ermittlungsergebnissen wurde eine zweite Attacke am 30. März durch eine Sprengfalle ausgelöst, die von der libanesischen Hisbollah-Miliz platziert worden war.

UN-Truppen wiederholt im Kreuzfeuer

In diesem Konflikt findet sich die UN-Mission wiederholt zwischen den Konfliktparteien wieder. Schon seit dem Jahr 1978 unterhalten die Vereinten Nationen Blauhelmtruppen, die in der Grenzregion positioniert sind. Gegenwärtig sind circa 7.500 Militärangehörige aus beinahe 50 Staaten an dieser Mission involviert.

Die Unterzeichner der Erklärung umfassen Australien, Brasilien, Kanada, Kolumbien, Indonesien, Japan, Jordanien, Sierra Leone, die Schweiz sowie das Vereinigte Königreich. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.