Eine Staatengruppe drängt auf eine sofortige Beendigung der Gewalt im Libanon. Gleichzeitig äußert sich US-Präsident Trump zuversichtlich.
Waffenruhe und BlockadeRuf nach Frieden im Libanon, während USA Irans Häfen sperren

Die Länder fordern ein Ende der Kampfhandlungen im Libanon.
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Eine Koalition aus zehn Staaten hat eine sofortige Beendigung der militärischen Auseinandersetzungen im Libanon verlangt. Dieser Appell erfolgte im Anschluss an eine erste Zusammenkunft von Repräsentanten Israels und des Libanons in Washington. In einer Verlautbarung, die laut der Nachrichtenagentur dpa veröffentlicht wurde, begrüßen die Länder die kürzlich ausgehandelte zweiwöchige Feuerpause zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran. Es wurde betont, dass nun auch im Libanon die Kampfhandlungen eingestellt werden müssten.
Kanada, Großbritannien, die Schweiz sowie sieben andere Nationen äußerten in dem gemeinsamen Dokument ihre Besorgnis: Sie seien „zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon“. Es wurde die dringende Notwendigkeit betont, insbesondere die Zivilbevölkerung und zivile Einrichtungen vor den Konsequenzen der Auseinandersetzungen zu bewahren. Der Appell schließt sich an initiale Unterredungen an, deren Ziel es ist, direkte Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien zu ermöglichen.
Verbindung zum Iran-Konflikt: Die Rolle der Hisbollah
Die Auseinandersetzung zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und dem israelischen Staat hatte sich im Kontext des Iran-Krieges ebenfalls verschärft. Von israelischer Seite wird der Regierung in Beirut vorgeworfen, bei der Entwaffnung der Hisbollah gescheitert zu sein. Diese Miliz operierte über einen langen Zeitraum autonom wie eine eigene staatliche Entität.
US-Vizepräsident Vance zur Lage im Iran
Die Waffenruhe im Konflikt der Vereinigten Staaten und Israels mit dem Iran ist nach Einschätzung von US-Vizepräsident JD Vance momentan stabil. „Derzeit hält die Waffenruhe“, konstatierte der republikanische Politiker bei einem Auftritt in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Er fügte hinzu, dass Präsident Donald Trump jedoch keine geringfügige Übereinkunft, sondern eine umfassende Vereinbarung anstrebe.
Laut Vance seien bei den Gesprächen zwischen amerikanischen und iranischen Delegationen in Pakistan am vorigen Wochenende beträchtliche Fortschritte gemacht worden. Eine endgültige Einigung sei aber ausgeblieben. Der Grund dafür sei, dass der Präsident auf einer Vereinbarung bestehe, die dem Iran den Besitz von Nuklearwaffen verwehrt und staatlich geförderten Terrorismus unterbindet. Des Weiteren sei es Trumps Wunsch, dass „das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen“ können.

JD Vance könnte auch bei der nächsten Verhandlungsrunde mit dem Iran die US-Delegation leiten.
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Weitere Gespräche mit dem Iran möglich
Der amerikanische Nachrichtensender CNN meldete indes, sich dabei auf informierte Kreise beziehend, dass Vance voraussichtlich auch eine eventuelle zweite Runde der Verhandlungen mit Teheran leiten würde. Falls vor dem Ende der zweiwöchigen Feuerpause eine weitere Zusammenkunft stattfindet, sei es denkbar, dass auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff sowie Jared Kushner, der Schwiegersohn von Trump, daran beteiligt wären.
Die aktuelle Feuerpause endet in der nächsten Woche. Nach unbestätigten Meldungen wird der Donnerstag als potenzieller Tag für die Fortsetzung der Unterredungen gehandelt.
Trump äußert sich zuversichtlich zum Kriegsende
US-Präsident Trump persönlich betrachtet den Krieg im Iran als beinahe abgeschlossen. „Ich glaube, er ist fast vorbei“, sagte er gegenüber dem US-Fernsehsender Fox News. Trump führte weiter aus, dass ein Rückzug der USA bedeuten würde, dass der Iran zwei Jahrzehnte für den Wiederaufbau des Landes benötigen würde. Er sei überzeugt, dass Teheran dringend eine Vereinbarung anstrebe. Zuvor hatte er in einem Gespräch mit der „New York Post“ unkonkrete Hinweise auf eine mögliche Fortsetzung der Verhandlungen gegeben.

Trump ist optimistisch, dass der Iran-Krieg bald vorbei ist. (Archivbild)
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Reaktionen an den Finanzmärkten
Die zuversichtliche Haltung von Trump spiegelt sich anscheinend an den ostasiatischen Aktienmärkten wider. So legte der südkoreanische Leitindex Kospi am Mittwochvormittag (Ortszeit) um drei Prozent zu, und der japanische Nikkei 225 verzeichnete einen Anstieg von 0,8 Prozent. Ebenso meldeten die Börsenbarometer in Hongkong, Festlandchina und Australien Kursgewinne.
Gleichzeitig setzten die Ölpreise am Mittwoch ihren Abwärtstrend fort. Mit circa 94,5 Dollar notiert der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Juni signifikant unterhalb der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Grenze.
Seeblockade gegen Iran wird durchgesetzt
Nach eigenen Mitteilungen führt das amerikanische Militär die Sperre für die Schifffahrt in der Straße von Hormus weiterhin erfolgreich durch. „Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden“, verkündete der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Plattform X. Es wurde hinzugefügt, dass der Seehandel von und nach Iran innerhalb von weniger als 36 Stunden komplett unterbunden worden sei.
In einer parallelen Mitteilung gab Centcom bekannt, dass Zerstörer, die mit Lenkflugkörpern ausgestattet sind, an diesem Einsatz partizipieren. „Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen“, hieß es in einem Beitrag. (red)
Trump beabsichtigt mit der Blockade der Straße von Hormus, die Erhebung von Transitgebühren durch den Iran zu unterbinden und zugleich die Öleinkünfte des Landes zu kappen. Für Teheran, einen der weltweit größten Ölproduzenten, besitzt die Meerenge eine immense Wichtigkeit für den Export seines Erdöls auf die globalen Märkte.
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
