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Matthias SchweighöferDiskussion um Social-Media-Sperre für Kinder sei „interessant“

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Matthias Schweighöfer

«Ich habe auf meinem Telefon keine Apps mehr, die mich ablenken», sagt Schauspieler Matthias Schweighöfer. (Archivbild)

Der Darsteller hat wegen der permanenten Verfügbarkeit für sich persönlich schon Maßnahmen ergriffen.

Der Darsteller Matthias Schweighöfer unterstützt die Diskussion um ein Social-Media-Verbot für Minderjährige, erkennt jedoch Schwierigkeiten.

Die in Deutschland geführte Diskussion über eine Sperre sozialer Medien für Kinder wird von Matthias Schweighöfer (45) befürwortet. Gegenüber der dpa (Deutsche Presse-Agentur) äußerte der Darsteller: „Für Kinder finde ich das interessant“. Für Heranwachsende im fortgeschrittenen Alter gelte dies allerdings nicht in gleichem Maße. Er fügte hinzu: „Für die Generation, die Covid miterlebt hat, finde ich das schwierig.“

Laut Schweighöfer hat die Ära der Corona-Pandemie das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen maßgeblich geprägt. Er führte aus: „Seitdem das passiert ist, waren die Kinder damals in dieser digitalen Welt.“ Die Frage, wie man ihnen dies wieder entziehen könne, stellte er mit den Worten: „Weil du kannst ja auch nicht jemandem sagen: 'Ey, du kriegst jetzt ein Spielzeug – und jetzt nehme ich es dir einfach wieder weg'“. Die Phase der Pandemie sei für Kinder eine außerordentliche Belastung gewesen. Trotzdem sei es notwendig, über Vorkehrungen wie eine Kindersicherung zu reflektieren, betonte er.

Diskussion über Mindestalter in der Politik

Im Dezember wurde in Australien eine Sperre für soziale Medien für Personen unter 16 Jahren etabliert. Eine ähnliche Debatte findet nach Angaben der dpa momentan auch in Deutschland statt. Für Plattformen wie TikTok und Instagram sprach sich die CDU im Februar für eine Altersgrenze von 14 Jahren aus. Auch die SPD plädierte für verbindliche Altersvorgaben und präsentierte hierzu ein gestaffeltes Konzept.

Persönliche Konsequenzen: Schweighöfer schränkt Nutzung ein

Der 45-Jährige konstatierte, dass sich die Welt aktuell in einem starken Umbruch befinde. Er sagte wörtlich: „Es ist einfach eine wirklich unsichere Zeit.“ Um mehr Unbeschwertheit zu erlangen, habe er für sich persönlich Schritte unternommen. Er berichtete: „Ich habe alles runtergerechnet. Also wirklich maximal am Tag zehn Minuten auf etwas gucken, wo man mit Nachrichten influenced wird – weil das ist ja eine Never-Ending-Story“. Weiterhin erklärte er: „Ich habe auf meinem Telefon keine Apps mehr, die mich ablenken. Und das ist irgendwie ganz gut.“

Infolgedessen nehme er deutlich weniger von aktuellen Geschehnissen wahr. Er empfinde es als angenehm, selbst wenn seine Kinder gelegentlich anmerkten: „Papa, du bist jetzt nicht so up to date“. Seine Begründung: „Es gibt so ein bisschen mehr Freiheit fürs Jetzt.“ Anstatt der App auf dem Mobiltelefon verwende er Instagram zum Beispiel ausschließlich als Desktop-Version. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.