Der Airport in der Landeshauptstadt verzeichnet steigende Passagierzahlen, ist vom Vor-Corona-Niveau aber noch weit entfernt.
Flughafen DüsseldorfMehr als 21 Millionen Reisende und deutlich mehr Gewinn

Blick auf ein Schild "Düsseldorf Airport (DUS)" auf dem Flughafen Düsseldorf.
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Mit 21 Millionen Passagieren hat der Düsseldorfer Airport 2025 knapp fünf Prozent mehr Reisende als im Vorjahr verzeichnet. „Dass wir im zweiten Jahr in Folge um rund eine Million Passagiere wachsen, ist ein starkes Zeichen für die Attraktivität unseres Airports“, sagte Lars Redeligx, Chef des Flughafens Düsseldorf bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag.
Im Durchschnitt kamen demnach täglich rund 57.600 Reisende zum Airport, an Spitzentagen mehr als 80.000. Die Zahl der Flugbewegungen stieg von rund 155.600 im Jahr 2024 auf mehr als 159.900 Starts und Landungen im vergangenen Jahr. Das Vor-Corona-Niveau hat der größte Flughafen Nordrhein-Westfalens damit aber noch lange nicht wieder erreicht. Im Jahr 2019 lag die Zahl der Passagiere bei fast 26 Millionen.
Gewinn steigt um knapp 50 Prozent
Die Verkehrsentwicklung spiegelt sich in den wirtschaftlichen Kennzahlen des halbstaatlichen Airports wider: Der Jahresüberschuss konnte um knapp 50 Prozent auf 20,2 Millionen Euro gesteigert werden. Zugleich investierte der Flughafen mit 94,6 Millionen Euro auf so viel wie noch nie. Darüber hinaus konnte der Airport aus eigener Kraft neue Mittel am Finanzmarkt aufnehmen und seine Nettoverbindlichkeiten im Jahr 2025 um rund 37 Millionen Euro weiter reduzieren. Das NRW-Corona-Darlehen wolle der Flughafen bis Ende 2026 zurückzahlen, hieß es. Der Umsatz liegt bei 467,2 Millionen Euro.
Der Flughafen betont seine wirtschaftliche Bedeutung für die Region über den reinen Flugbetrieb hinaus. Etwa 20.000 Menschen arbeiten heute am Standort. Zudem habe der Flughafen im Zeitraum von 2022 bis 2025 Aufträge im Wert von über 750 Millionen Euro an Unternehmen in Nordrhein-Westfalen vergeben. Damit sei der Airport ein wichtiger Auftraggeber für heimische Unternehmen, so Redeligx.
Bewegung in der Branche: Swiss streicht Flüge
Insgesamt ist die Luftfahrtbranche in Bewegung. Pilotenmangel und Triebwerkprobleme haben etwa die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss erneut gezwungen, Flüge zu streichen. Insgesamt geht es um 326 Flüge nach Chicago und Shanghai, wie Swiss mitteilt. Das entspricht bei insgesamt 88.000 Flügen im Sommerflugplan rund 0,4 Prozent des Angebots.
Der Flughafen Zürich liegt nah an der deutschen Grenze und wird auch von vielen deutschen Fluggästen genutzt. Chicago wird bis Mitte Juni nur zwölf statt 14 Mal pro Woche angeflogen, Shanghai wird im gesamten Sommerflugplan nur noch drei statt sieben Mal pro Woche angeflogen. Die Flüge seien bereits im Februar gestrichen worden, beim jetzigen Programm gebe es keine Abstriche mehr, teilte die Fluggesellschaft mit.
Einige Piloten stehen unter anderem deshalb nicht zur Verfügung, weil sie umgeschult werden für den neuen Airbus A350. Zurzeit seien zudem elf Flugzeuge mit Triebwerkproblemen am Boden. Die Lage hat sich nach Angaben von Swiss im Vergleich zum Vorjahr aber entspannt. Zwischen April und Oktober 2025 mussten noch 1400 Flüge gestrichen werden (mit dpa).

