Die frühlingshaften Temperaturen weichen einer Kältewelle. Für voreilig ins Freie gesetzte Pflanzen auf Balkonen und in Gärten sind nun Schutzmaßnahmen erforderlich.
Kälteeinbruch in KölnWie Sie Ihre Pflanzen jetzt vor Frost bewahren

Für eine frostige Nacht lassen sich Topfpflanzen noch mal warm einpacken.
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Empfindliche Pflanzen und Kräuter benötigen besonderen Schutz
Die frühlingshafte Witterung ist vorerst vorbei; Niederschläge, Wind und sinkende Temperaturen prägen das Wetter. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet, dass in vielen Gebieten nächtlicher Frost erwartet wird. Für Personen, die bereits ihre Gärten, Balkone oder Terrassen gestaltet haben, ist nun Achtsamkeit geboten, da bestimmte Gewächse bei Kälteeinbrüchen besonderen Schutz benötigen.
„Probleme gibt es, wenn jemand ungeduldig war und nicht winterharte Pflanzen zu früh rausgestellt oder eingepflanzt hat“, erläutert Svenja Schwedtke, eine Staudengärtnerin aus Bornhöved in Schleswig-Holstein.
Bei frühzeitig erworbenen Pflanzen ist Achtsamkeit geboten
Insbesondere jene Gewächse sind betroffen, welche in Gewächshäusern kultiviert und im Handel angeboten werden, obwohl der Zeitpunkt für das Auspflanzen noch nicht ideal ist. „Für Schopf-Lavendel oder Margeritenbüsche gilt das zum Beispiel. Die pflanzt man eigentlich erst Mitte Mai ein, wenn die Eisheiligen vorbei sind“, führt Schwedtke aus.
Ein Schutz ist ebenfalls für schon blühende, vorgezogene Rosen erforderlich, die bereits im Freiland gepflanzt wurden, sobald Frost prognostiziert wird. Laut der Fachfrau können sie beispielsweise mit einem Vlies oder einem Betttuch bedeckt werden. Diese Maßnahme empfiehlt sich ebenso für Kohlrabi, der im Gewächshaus vorgezogen wurde.
Robustheit von Frühblühern und die Empfindlichkeit von Kräutern
Wie sieht die Situation auf dem Balkon aus? Typische Pflanzen des Frühjahrs, darunter Narzissen, Anemonen oder Hornveilchen, sind laut der Spezialistin widerstandsfähig gegenüber nächtlichen Minusgraden.

Klassische Frühjahrsblüher wie Hornveilchen können Nachtfrost ab.
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Bei Kräutern wie Rosmarin ist jedoch Achtsamkeit erforderlich. Wenn die im Fachhandel erworbenen Pflanzen bereits weiche, saftig grüne Triebe aufweisen, sind sie nach Einschätzung von Schwedtke wahrscheinlich in wärmeren Gebieten kultiviert worden. Es ist ratsam, diese in kalten Nächten zu schützen, etwa durch das Abdecken mit einem leichten Tuch.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Behälter und Kübel mit den kälteanfälligen Gewächsen für die Nacht an einen windstillen Platz nahe der Hausmauer zu rücken. Man kann sie auch vorübergehend ins Innere des Hauses oder der Wohnung bringen. (red)
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