Nach Anlaufschwierigkeiten holte der TV Palmersheim den dritten Sieg im vierten Spiel. Die HSG Euskirchen gewann auswärts.
Sieg gegen Gelpe in der OberligaHandballer des TV Palmersheim bestätigen Aufwärtstrend

Robin Voiß, hier beim Wurf, präsentierte sich beim Sieg des TV Palmersheim defensiv wie offensiv in starker Verfassung.
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Handball-Oberliga Männer: TV Palmersheim – HC Gelpe/Strombach II 31:25 (16:16). Der TVP hat vor der dreiwöchigen Osterpause seinen Aufwärtstrend bestätigt. Gegen Gelpe/Strombach II gelang der dritte Sieg im vierten Spiel. Ein Sieg, der dank einer Steigerung nach 15 Minuten verdient ausfiel.
Die Anfangsviertelstunde hatte den Gästen gehört, die zielstrebig auftraten und eine sehr hohe Wurfeffizienz an den Tag legten. Sehr zum Leidwesen von Torhüter Jonas Roland, der entnervt nach zehn Gegentoren in 13 Minuten seinen Platz zwischen den Pfosten räumen musste.

Wirft hier alles rein, was er hat: der Palmersheimer Josue Nzoikanua Domingos (mit Ball).
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Roland hatte keinen Ball zu fassen bekommen, stellte sich aber in den Dienst der Mannschaft und motivierte seinen Vertreter Lino Rübenach, der es prompt besser machte und gleich den ersten Ball parierte. Einen von vielen, wie sich im weiteren Spielverlauf zeigen sollte.
Das verlieh den Palmersheimern, die zu diesem Zeitpunkt 5:10 hinten lagen, das nötige Selbstbewusstsein. Der zweite wichtige Schachzug von Trainer Marco Mayer war, dass er den unglücklich agierenden Kreisläufer Ali Umut Sinaci aus dem Spiel nahm. Wer jetzt den etatmäßigen Kreisläufer Lukas Königshoven erwartete, wurde erst einmal enttäuscht.
Lukas Königshoven musste zunächst passen
Königshoven musste zunächst passen, weil er sich nach eigenen Angaben vor dem Spiel eine Art Blockade in der Schulter zugezogen hatte. So kam überraschend Rückraumspieler Daniel Schüller am Kreis zum Zug. Und das mit großem Erfolg. Schüllers Offensivnachweis von der 17. bis zur 35. Minute konnte sich sehen lassen: Er münzte alle vier Anspiele in Tore um, zudem war er einmal nur auf Kosten eines Siebenmeters zu stoppen. Insgesamt traf er fünfmal.
Der 33-Jährige war somit maßgeblich am TVP-Aufschwung beteiligt. Völlig ausgelaugt machte er dann Platz für Lukas Königshoven, der auf die Zähne biss und fortan neben dem starken Robin Voiß der Abwehr eine beachtliche Stabilität verlieh.
Nur neun Gegentore in der zweiten Halbzeit sprechen für sich.
„Nur neun Gegentore in der zweiten Halbzeit sprechen für sich“, sagte Trainer Peter Trimborn, der sein Team in den höchsten Tönen lobte. „Was wir in der zweiten Hälfte gespielt haben, war sehr beeindruckend. Die Mannschaft hat genau umgesetzt, was wir wollten“, fügte Trimborn hinzu und stellte die mannschaftliche Geschlossenheit heraus.
Lino Rübenach steigerte sich im Tor und hielt mehrfach den Vorsprung fest. Marius Schmitz wurde in der Offensive immer stärker und glänzte neben Robin Voiß und dem wurfgewaltigen Nils Schouren.
Nach dem Treffer zum 22:20 durch Lukas Königshoven war die Halle endgültig „angezündet“ und die Einheit aus Mannschaft und Fans war wieder die alte. Der TVP schlug jetzt konsequent zu und gut zehn Minuten vor dem Ende war der Bann endgültig gebrochen.
Palmersheim spielte die Partie solide, vor allem aber sehr diszipliniert und mit nur einer einzigen Zwei-Minuten-Strafe nach Hause. In der Tabelle ist der TVP mit nun 17:23 Punkten am HC Gelpe/Strombach vorbeigezogen auf den achten Platz, was Kraft für den Saisonendspurt geben sollte. Weiter geht es am 11. April mit dem Spiel bei den Löwen Oberberg.
TV Palmersheim: Roland, Rübenach – Fiedler (2/1), Schmitz (5), Schöller (2), Adolph (2), Schouren (2), Sinaci, Schneider (1), Nzoikanua Domingos (3), Voiß (5), Dennis Schüller (2), Daniel Schüller (5), Johnen, Simsek (1), L. Königshoven (1).
Verbandsliga Männer: SG Düren 1899 – HSG Euskirchen 23:31 (12:13). Nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg ist der HSG Euskirchen ein wichtiger Auswärtssieg gelungen. Dabei war die HSG in Düren nur schwer in die Partie gekommen. „Das war richtig schleppend von uns“, sagte Frank Rösgen.
Der HSG-Trainer sah sowohl defensiv als auch offensiv keine gute Partie seiner Mannschaft. Bereits nach neun Minuten musste Jarl Schramm, eine wichtige Stütze der Mannschaft, mit einer Knieverletzung die Platte unter großen Schmerzen verlassen. „Wir bangen mit Jarl, aber mein Gefühl sagt, dass es doch eine größere Sache zu sein scheint“, so Rösgen.
Seine Mannschaft nahm diesen Schockmoment mit in den weiteren Spielverlauf und agierte sehr gedämpft. Zum Glück für Euskirchen blieb auch Düren sehr blass, sodass es recht ausgeglichen in die Halbzeit ging. Die HSG schwor sich in der Kabine ein und wollte jetzt für Mitspieler Jarl Schramm die Partie besser bestreiten und gewinnen. Gesagt, getan.
Laurenz Gebertz glänzte im Tor der Euskirchener
Nach dem Seitenwechsel lief der Ball deutlich besser und in der Abwehr hatte man endlich den nötigen Zugriff auf die Dürener Offensivleute. Torhüter Laurenz Gebertz war ein sicherer Rückhalt und hielt mehrfach glänzend, was ihm ein Sonderlob des Trainers einbrachte. „Laurenz hat ein richtig starkes Spiel gemacht und in der wichtigen Phase des Spiels die Bälle geholt, die dann vorne zu eigenen Toren führten“, sagt Frank Rösgen.
Die HSG kam mit viel Tempo zu einem recht deutlichen Auswärtssieg, der ihr nach 19 Spielen ein ausgeglichenes Punkteverhältnis (19:19) beschert. Sieben Spiele vor dem Saisonende ist die Mannschaft um Kapitän David Henzel weiterhin Tabellenachter.
HSG Euskirchen: Bolender, Gebertz – Müller, Bünder (2), Berbuir, Gast (5/3), Schreiber, Drehsen, Schwarzbach (5), Jansen (2), Henzel (2), Schmitz (9), Schramm (3), Maheswaran (3).
Kreisliga Männer: In der Kreisliga der Männer ist die Saison schon beendet. Und dies mit guten Nachrichten für den Kreis Euskirchen, denn neben der TSV Feytal, die bereits vor dem letzten Spiel als Meister feststand, ist nun auch der TV Palmersheim II in die Kreisoberliga aufgestiegen.

Der TV Palmersheim II jubelt über den Aufstieg in die Kreisloberliga.
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Im Endspiel um den zweiten Platz musste die Mannschaft von Nils Zarthe gegen den bisherigen Tabellenzweiten HSG Geislar-Oberkassel III gewinnen. Es entwickelte sich erwartungsgemäß ein enges und vor allem spannendes Spiel.
TV Palmersheim II feiert Aufstieg in die Kreisoberliga
Zunächst hatten die Gäste, denen ein Remis genügt hätte, leichte Vorteile. Doch das Heimteam blieb fokussiert und immer in Schlagdistanz. Nach der Pause waren es dann die Palmersheimer, die mehr Kraftreserven hatten und letztlich verdient mit 27:23 (11:12) den Gegner in die Knie zwangen.
Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme und die TVP-Spieler lagen sich freudetrunken in den Armen. „Wir wollten diesen Aufstieg und freuen uns jetzt auf das erneute Abenteuer Kreisoberliga“, sagte Nils Zarthe sehr zufrieden.

