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HandballTV Palmersheim wirft alles rein – Wechselfehler entscheidet Partie gegen Primus

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Das Bild zeigt eine Parade des TVP-Schlussmanns.

Palmersheims Torhüter Lino Rübenach (M.) pariert hier binnen weniger Sekunden gleich zwei Mal.

Tabellenführer Siebengebirge-Thomasberg wurde vom TV Palmersheim stark gefordert. Ein Wechselfehler entpuppte sich als Wirkungstreffer. HSG Euskirchen siegt souverän.

Oberliga Männer: TV Palmersheim – HSG Siebengebirge-Thomasberg 23:29 (13:17). Wenn ein Trainer nach einer Niederlage von der „besten Saisonleistung“ spricht, dann hat seine Mannschaft vieles richtig gemacht. Peter Trimborn aus dem Palmersheimer Trainerteam hat dies am Samstagabend getan, während seine Mannschaft nach dem Spielende frenetisch von den eigenen Fans gefeiert wurde. Palmersheim hatte gegen den Tabellenführer eine sehr reife und hochkonzentrierte Leistung gezeigt.

Vor allem in der Defensive wusste das Team von Marco Mayer und Peter Trimborn zu überzeugen. Dass es am Ende nicht zu mehr als einem respektablen Ergebnis reichte, lag daran, dass die Gäste immer genau dann zuschlugen, wenn Palmersheim offensiv ein paar Fehler zu viel machte.

Wir haben zweimal 20 sehr gute Minuten gehabt und einer großen Mannschaft einen offenen Kampf geboten.
Peter Trimborn, TV Palmersheim

Zum Ende der ersten Halbzeit verwerteten die Gäste ihre Möglichkeiten konsequent, das wiederholte sich zum Spielende hin. „Wir haben zweimal 20 sehr gute Minuten gehabt und einer großen Mannschaft einen offenen Kampf geboten“, sagte ein stolzer Peter Trimborn, der mutmaßte, dass der Gegner nicht mit so viel Gegenwehr gerechnet hatte.

Der Ligaprimus, der sich mit dem TuS Königsdorf, dem nächsten Heimgegner der Palmersheimer, ein Herzschlagfinale um den Aufstieg liefert, musste alle Facetten des Handballsports aufbieten, um den starken TVP zu knacken. Erst der Wechsel zu einer offensiveren 5:1-Deckung brachte die erhoffte Durchschlagskraft bei den Gästen, die zur Pause mit vier Toren in Führung lagen.

Hausherren zeigen viel Herz und Kampfgeist

Die Hausherren zeigten sich davon aber wenig beeindruckt und kamen mit Kampfgeist und beherztem Zugreifen in der Deckung in die Partie zurück, weil sie nach Wiederbeginn zehn Minuten lang keinen Gegentreffer zuließen. Die Halle stand Kopf, der Gegner verzweifelte.

Genau diese Phase schmeckte allen Rot-Weißen. Eng ging es in der Folge zu, bis zum 20:20 nach 46 Minuten. Es folgten eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Daniel Schüller und eine knappe Minute später eine für Gästespieler Nicholas Hayer.

Das Bild zeigt das Duell der beiden Obengenannten während des Spiels in Kuchenheim.

Palmersheims Salih Simsek (r.) behauptet hier den Ball gegen Simon Schlösser (l.), der in der kommenden Saison zum TVP wechselt.

Während dieser Zeitstrafen gingen die Gäste in Führung, die Lönenbach erneut ausglich – dachte man zumindest. Doch dem TVP war ein Wechselfehler unterlaufen: Sechs Spieler sind einer zu viel, wenn noch eine Zwei-Minuten-Strafe abzusitzen ist. Der Fehler blieb zunächst unbemerkt, zumal die Gäste drei Sekunden nach Anwurf erneut in Führung gingen.

Doch nach dem 22:21 schaltete sich der Zeitnehmertisch ein. Es folgte eine weitere Zwei-Minuten-Strafe gegen den TVP. Das war allerdings nicht alles: Die Unparteiischen kassierten auch den TVP-Treffer zum 21:21 durch Lönenbach ein. Da brachten auch alle Unmutsbekundungen von Tribüne und Bank nichts. Die Entscheidung stand für das Schiedsrichterduo fest. Mit 20:22 aus Sicht des TVP ging es weiter. Ein Wirkungstreffer, von dem sich er TVP nicht mehr erholte, denn in der Folge lief nicht mehr viel zusammen. Die Gäste setzten sich ab und gewannen.

TVP: Delschen, Roland, Rübenach – Fiedler, Schmitz (9/3), Lönenbach (1), Schouren (3/3), Sinaci, Schneider, Nzoikanua Domingos, Voiß (1), Dennis Schüller (2), Daniel Schüller, Johnen (1), Simsek (3), Lukas Königshoven (3).


Handballerinnen werfen nur drei Tore in der ersten Halbzeit

Oberliga Frauen: Turnerkreis Nippes – HSG Euskirchen 23:13 (10:3). Oberligaschlusslicht HSG Euskirchen hat auch die Partie in Nippes verloren. Gerade einmal elf Spielerinnen standen beim Duell in der Domstadt zur Verfügung und diese kamen überhaupt nicht in die Partie hinein. Nur drei eigene Tore gelangen in den ersten 30 Minuten. Das ist zu wenig. Nach der Pause wurde es nur leicht besser.

Um aber noch einmal ranzukommen, reichte es aber nicht. Der Gegner war jederzeit in der Lage zu antworten und behielt folglich die zwei Punkte in der Heimat. Um den letzten Tabellenplatz noch zu verlassen bedarf es nicht nur einen Heimsieg gegen Pulheim, die am kommenden Wochenende zum absoluten Kellerduell nach Euskirchen kommen, sondern danach aus den letzten drei Spielen noch mindestens drei weitere Punkte, sofern Pulheim in den letzten Spielen punktlos bleibt.

Ein Kampfspiel für die HSG Euskirchen, lobende Worte für Nachwuchstorhüter

Verbandsliga Männer: TuS Wesseling – HSG Euskirchen 36:38 (15:21). Ohne jegliche Wechseloptionen im Rückraum hat die HSG Euskirchen das Spiel in Wesseling gewonnen und sich so für die Heimniederlage im letzten Jahr revanchiert. In einer torreichen Partie, wo Til Schöndube, Tobias Schmitz und David Henzel 60 Minuten lang durchspielten, überzeugte die HSG mit hoher Spielfreude und enormen Kampfgeist.

Euskirchen zog Mitte der ersten Halbzeit bis auf sechs Tore davon. Diese Führung hielt bis fünf Minuten vor dem Spielende konstant an. Erst dann kam Wesseling näher heran. „Mit der Abwehr bin ich auf die 60 Minuten gesehen überhaupt nicht zufrieden“, sagt Frank Rösgen. Der HSG-Trainer sah sein Team eher im Verwaltungsmodus, denn es spielte seinen Stiefel konsequent herunter. Rösgen fand nach der Partie lobende Worte für den erst 17-Jährigen Torhüter Jonas Bolender, der nach seiner Hereinnahme einige gute Paraden zeigte.

Rösgen ordnet die Partie als ein Kampfspiel mit dem besseren und auch verdienten Ende für seine Mannschaft ein. „Ein dreckiger Sieg, aber auch der beschert uns zwei Punkte“, so Rösgen, der vor allem das Offensivspiel seiner Jungs und erneut einen torhungrigen Tobias Schmitz mit seinen 15 Toren heraushob.

HSG Euskirchen: Bolender, Jonas – Bünder (1), Berbuir (8/5), Schöndube (4), Drehsen, Schwarzbach (3), Henzel (4), Schmitz (15), Jansen, Klein (3).

Im Jugendbereich ist die Saison bereits beendet

Im Jugendbereich ist die Saison bereits beendet und die Mannschaften bereiten sich auf die anstehenden Qualifikationsrunden vor. Diese beginnen traditionell zunächst auf Kreisebene, wobei der Handballkreis der hiesigen Vereine sich aus den geografischen Kreisen Bonn, Sieg und Euskirchen zusammensetzt.

So wird es im Mai bei den A-Junioren zum Duell der HSG Euskirchen gegen Wölfe Voreifel kommen. Euskirchen genießt am 9. Mai Heimrecht (15.30 Uhr, Peter-Weber-Halle in Kuchenheim). Vier Tage später, am 13. Mai muss man dann nach Rheinbach wo es ab 20 Uhr um das Ticket für die Verbandsebene geht.

Bei den B-Junioren gibt es zunächst eine Gruppenphase auf Kreisebene, wofür insgesamt sieben Mannschaften gemeldet haben. Hier werden auch der TV Palmersheim und der TVE Bad Münstereifel mit jeweils einer Mannschaft teilnehmen. Ort und Datum stehen noch nicht fest.

Das Gleiche gilt auch für die C-Junioren. Hier sind die HSG Euskirchen und der TVE Bad Münstereifel gemeldet und werden sich in einer Sechsergruppe behaupten müssen.