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Karneval in HellenthalJecke in Wolfert ließen die Muskeln spielen

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Die Tänzer wirbeln in bunten Hosen und mit nacktem Oberkörper über die Bühne.

Artistik und Muskeln zeigten die acht Tänzer der Jungspunte beim Après-Ski-Hüttenzauber.

Viele Male hatte Günter Lentzen die Karnevalssitzung in Wolfert geleitet, jetzt ging er in die Bütt. Etliche Asterixe und Obelixe hörten zu. 

Diverser Zaubertränke hätte es trotz des diesjährigen Mottos, das das Vereinskartell und der Bürger- und Brauchtumsverein einem von unbeugsamen Galliern bevölkertem Dorf der Römerzeit entliehen hatten, nicht bedurft. Die Stimmung in der mit überwiegend örtlichen Akteuren bestrittenen Wolferter Karnevalssitzung war auch ohne aufputschenden Trank aus dem Kupferkessel des Druiden Miraculix famos.

Nach dem obligatorischen Startschuss durch den Wolferter Musikverein gab's erst einmal für viele Asterixe, Obelixe und Römer im Saal des Bürger- und Vereinshauses eine handfeste Überraschung: Viele Jahre hatte Günter Lentzen als schlagfertiger Sitzungspräsident die jecken Abende moderiert. Doch mit Luca Vey und Michael Conrads hat er nun zwei würdige Nachfolger gefunden. Was ihn nicht davon abhielt, in der Bütt von seiner seit Jahren ebenso obligatorischen wie hoffnungslosen Tollitäten-Suche im Ort zu berichten – und dabei humorvoll das Dorfgeschehen eines Jahres unter die Lupe zu nehmen.

Günter Lentzen in Obelix-Kostüm wird von Luca Vey und Michael Conrads flankiert, die sich als Asterix verkleidet haben.

Ein neues Zeitalter im Wolferter Karneval: Der langjährige Sitzungspräsident Günter Lentzen (Mitte) hat zwei würdige Nachfolger gefunden, Luca Vey (l.) und Michael Conrads.

Einer der Männer hält den anderen in Horizontallage vor sich.

Garanten für humorvoll aufgearbeitetes Dorfgeschehen: Jan Diederichs (stehend) und Markus Klinkhammer.

Garanten für amüsante Reflexionen des Ortsgeschehens sind seit Jahren auch Wolfgang und Wolfgang alias Jan Diederichs und Markus Klinkhammer. Ihnen gelang es – diesmal mit KI-Unterstützung – auf charmant-freche Art zu erklären, warum der Ortsvorsteher nun nicht mehr „Mütes“ (Helmut Conrads), sondern Martin Klein heißt.

Einen munteren Damenstammtisch brachten für den Theaterverein unter der Leitung von Klara Murk die begeisterten Koch-Show-Fans Sandra Hack, Monika Hoogen, Andrea Niebes, Nele Vey und der weniger küchenaffine Michael Conrads auf die Bühne.

Jugendclub Wolfert widmet sich den Mühen mit der Bürokratie

Wie mühsam und bürokratisch eine Anmietung im Bürgerhaus sein kann, verdeutlichten Nora Klinkhammer, Miguel Halsig, Jonas Dümmer, Ben Peters, Tim Pohl, Lydia Keuer, Simone Keuer, Luca Vey und Carsten Pohl  für den Jugendclub mit einer Odyssee durch die Instanzen und Zuständigkeiten.

Die musikalischen Highlights aus einem halben Jahrhundert Bläck Fööss brachte die örtliche Band „Keine Ahnung“ (Jürgen Müller, Oliver Peters, Uli Klinkhammer, Marian Jansen, Niko Merten, Jana Peters und Christoph Heup) auf die Bühne und damit nicht nur das ältere Publikum zum Schunkeln, Singen und Tanzen.

Das sehenswerte Finale gehörte dann den Tänzern der „Jungspunte“: Maren Klein hatte mit ihren Jungs Carsten, Patrick und Sven Pohl, Frank und Bert Klinkhammer, Philipp Klein und Michael Conrads einen Après-Ski-Hüttenzauber einstudiert, der neben einer gelungenen Choreographie auch eine gehörige Portion Artistik und zu vorgerückter Stunde blankgezogene Oberkörper zeigte.

Stark vertreten waren in der Sitzung aber auch die befreundeten Nachbarvereine: der KV Blau-Gelb Sieberath mit den Danzmädcher und der Tanzgruppe Spotlight, aus dem Ländchen die Lions, die Starlights und die Sternschnuppen sowie aus Udenbreth die Tanzgruppe Bluefinity. (ch)