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Wiederaufbau nach der FlutNeue Veybach-Brücke bei Burg Veynau aus Fertigteilen montiert

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Die Drohnenaufnahme zeigt die Montage der neuen Veybachbrücke mit einem Schwerlastkran. Im Hintergrund ist die Burg Veynau zu erkennen.

Ein Schwerlastkran hievte die insgesamt 100 Tonnen schweren Betonfertigteile der neuen Brücke über den Veybach auf die Widerlager.

Die bei der Flutkatastrophe im Sommer 2021 zerstörte Brücke über den Veybach bei Burg Veynau soll in Kürze wieder befahrbar sein.

Bereits in wenigen Tagen soll die Brücke, die bei Burg Veynau über den Veybach führt, wieder freigegeben werden – rund viereinhalb Jahre, nachdem sie bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 komplett weggerissen worden war. Die wichtigsten Komponenten des Ersatzbauwerks wurden mithilfe eines Schwerlastkrans montiert: Vier Betonfertigteile, die laut einer Mitteilung der Mechernicher Stadtverwaltung bei der Firma Backes in Stadtkyll gegossen worden waren.

Ein Schwertransport hatte die insgesamt 100 Tonnen schweren Bauteile zur Baustelle in Sichtweite von Eisenbahntrasse, Autobahn und historischer Wasserburg gebracht, wo sie millimetergenau auf den bereits vor Ort fertiggestellten Widerlagern der Betonbrücke platziert wurden. „Ich bin froh, dass alles gepasst hat. Das Schwierigste ist jetzt geschafft“, wird Andreas König, Teamleiter Straßen bei der Stadt Mechernich, in einer Mitteilung aus dem Rathaus zitiert.

Bauarbeiter mussten besonders auf die alte Gerichtslinde achten

Marcel Maniecky, Bauleiter der Firma Backes, beaufsichtigte demnach die Montage der Fertigteile am Veybach. „Das Auflegen der Betonteile ist für den Brückenbau ein Meilenstein“, so Maniecky. Der Montage der Fertigteile waren an der Baustelle umfangreiche Erdarbeiten vorausgegangen: „Allein für die Tiefengründung der Widerlager mittels Spunddielen haben wir 30 Tonnen Stahl verwendet. Für die Betonteile brauchte es 60 Kubikmeter Beton“, sagte Vorarbeiter Thorsten Lenz.

Jetzt müsse noch Erdreich angeschüttet werden sowie die Brückenoberfläche vorbehandelt und versiegelt werden. So soll sie nahezu wasserdicht und vor allem widerstandsfähig werden, denn die Brücke muss viel aushalten können: Als Zufahrt zu einer Tongrube ist sie darauf ausgelegt, dass auch Schwerlastfahrzeuge darüberfahren können.

Außerdem sei die Brücke breit genug geplant worden, dass sich dort auch Lastkraftwagen und Fahrradfahrer begegnen können. Das ist vor allem insofern von Bedeutung, als der Kreis Euskirchen einen Radweg bauen möchte, der über die Brücke führt.

Eine weitere Anforderung war es, eine ganz in der Nähe stehende alte Linde nicht zu beeinträchtigen. „Die Linde ist sicherlich 500 bis 700 Jahre alt“, erklärte Axel Jakob von der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Euskirchen. Sie habe früher als Gerichtslinde gedient und sei einer der ältesten Bäume im Kreisgebiet. Tatsächlich sei die Straße im Vergleich zu ihrem vorherigen Verlauf ein kleines Stück verschoben worden, um sicherzustellen, dass die Linde bei den Bauarbeiten nicht beschädigt werde, teilte die Mechernicher Stadtverwaltung mit.