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Bart als MarkenzeichenCarsten aus Euskirchen mischt „Germany's Next Topmodel“ auf

4 min
Das Bild zeigt den 49 Jahre alten Euskirchener auf dem Laufsteg.

Carsten aus Euskirchen ist bei der aktuellen Staffel von „Germany's Next Topmodel“ dabei.

Der 49-jährige Carsten aus Euskirchen steht in der neuen Staffel von Heidi Klums TV-Show „Germany's Next Topmodel“ (GNTM) vor der Kamera.

Mit 49 Jahren wagt Carsten aus Euskirchen ein Abenteuer, von dem viele nur träumen: Er steht in der neuen Staffel von „Germany's Next Topmodel“ (GNTM) vor der Kamera – und ist damit einer der ältesten Teilnehmer der aktuellen Ausgabe der Fernsehsendung, die seit 2006 von Supermodel Heidi Klum moderiert wird.

„Ich war ehrlich überrascht, überhaupt in die engere Auswahl und schließlich in den Cast zu kommen. Aber das zeigt, dass die Modewelt vielfältiger wird. Heute zählt nicht mehr nur die Körpergröße oder das Alter – man muss sich einfach trauen“, wird der Hausverwalter in einer Pressemitteilung von der Seven.One Entertainment Group, zu der ProSieben und Sat.1 gehören, zitiert.

Aus der eigenen Herausforderung wird ein großes Abenteuer

Der 49-Jährige hat genau diesen Mut aufgebracht. Eigentlich wollte er sich selbst nur herausfordern, doch nun ist er mittendrin im GNTM-Abenteuer. „Ich möchte mich persönlich weiterentwickeln, meine Leidenschaft fürs Modeln entdecken und zeigen, dass alles möglich ist, wenn man nur den ersten Schritt wagt“, sagt er. Für ihn steht das Erlebnis im Vordergrund, weniger der Wettbewerb: „Ich bin überzeugt, dass man auf dieser Reise sehr viel über sich selbst lernt. Oder, wie Konfuzius so schön sagt: ‚Der Weg ist das Ziel‘.“

Trotzdem wäre der Sieg natürlich ein Highlight – samt Modelvertrag und Preisgeld. Doch Carsten bleibt realistisch: „Im direkten Vergleich mit den anderen Kandidatinnen und Kandidaten wird es für mich sicher nicht leicht. Habt ihr die anderen gesehen? Wie geil sind die denn? Mega! Aber ich bleibe gelassen. Ich nehme jede Herausforderung an und mache das Beste draus.“

Mein Bart ist mein Wiedererkennungsmerkmal. Wenn Heidi ihn mir nicht wegmacht.
Carsten, GNTM-Kandidat

Sein Vollbart, seit Jahren fester Bestandteil seines Erscheinungsbildes, könnte dabei zu seinem Markenzeichen werden – falls Heidi Klum ihm nicht beim berühmten Umstyling zu Leibe rückt. „Mein Bart ist mein Wiedererkennungsmerkmal“, sagt Carsten lachend. „Wenn Heidi ihn mir nicht wegmacht.“

Im Alltag beschreibt sich der 49-Jährige in der Pressemitteilung als humorvollen und ausgeglichenen Menschen, der mit sich im Reinen ist. „Ich habe meine innere Mitte gefunden und bin zufrieden mit dem, wer ich bin“, sagt er. „Das gibt mir Ruhe und Selbstbewusstsein – und hilft sicher auch vor der Kamera.“

Carsten aus Euskirchen hat kreative Hobbys

Neben seiner neuen Leidenschaft fürs Modeln hat Carsten viele kreative Hobbys. Er malt, singt im Chor, liebt Karaoke und hat ein Händchen für Pflanzen. „Ich bin total gerne kreativ – das gehört einfach zu mir“, erzählt er. Und dann gibt es da noch eine eher ungewöhnliche Angewohnheit: „Ich schreibe regelmäßig Tagebuch. Das hilft mir, meine Gedanken zu sortieren und Erlebnisse besser zu verstehen. Ich kann das nur jedem empfehlen.“

Auch seine Heimat liegt ihm am Herzen. Wenn Carsten, der bei Instagram als „carstenmontanha“ aktiv ist, über Euskirchen spricht, merkt man schnell, dass er seine Region schätzt: „Viele unterschätzen, wie viel es hier zu entdecken gibt“, sagt er.

Vielleicht ergibt sich ja auch etwas in Richtung Moderation oder Schauspiel – ich bin offen für Neues.
Carsten

Und weiter: „Die Thermenwelt ist bekannt, aber auch unsere Burgen – etwa Satzvey oder Veynau – sind echte Schmuckstücke. Leider sind viele im Privatbesitz, aber bei Veranstaltungen kann man sie erleben. Ich mag diese Mischung aus Geschichte, Natur und Bodenständigkeit.“

Und wie sehen seine Pläne nach der Show aus? „Ich möchte das Modeln weiterverfolgen und schauen, was sich daraus entwickelt“, sagt er: „Vielleicht ergibt sich ja auch etwas in Richtung Moderation oder Schauspiel – ich bin offen für Neues.“ GNTM sei dafür eine perfekte Bühne: „Ich lerne viel, wachse an meinen Aufgaben und darf mit großartigen Menschen zusammenarbeiten.“

Eines steht für Carsten fest: Egal, wie weit er kommt – die Erfahrung nimmt ihm niemand mehr: „Ich wollte einfach etwas wagen, was außerhalb meiner Komfortzone liegt. Und jetzt stehe ich mitten im Rampenlicht.“ Ob der Vollbart das Abenteuer übersteht, bleibt abzuwarten. Carsten nimmt es mit Humor: „Wenn Heidi meint, der Bart muss ab, dann wird's wohl so kommen. Aber ich bin sicher, sie weiß, was sie tut – schließlich ist sie ja Germany's-Next-Topmodel-Chefin.“

Die nächste Folge ist am Mittwoch, 18. Februar, ab 20.15 Uhr auf ProSieben zu sehen.


Über die Sendung „Germany's Next Topmodel“

„Germany's Next Topmodel“ bleibt auch nach zwei Jahrzehnten ein Phänomen der deutschen Fernsehlandschaft. Unter der Leitung von Heidi Klum verwandelt sich die Show seit 2006 um die Karnevalszeit im Rheinland in eine Bühne für Träume, Dramen und Diskussionen.

Zwischen High-Fashion und Reality-TV verschwimmen die Grenzen, während Kandidatinnen – und inzwischen auch Kandidaten – um den Titel kämpfen. Kritiker bemängeln Oberflächlichkeit und Inszenierung, Fans feiern Vielfalt, Emotionen und Glamour. In den vergangenen Staffeln hat die Sendung zunehmend auf Diversität gesetzt: Verschiedenste Körperformen, Altersgruppen und Hintergründe sind vertreten.

Damit trifft GNTM den Zeitgeist, bleibt aber zugleich umstritten. Die wohl bekannteste Gewinnerin ist Lena Gercke. Die damals 17-Jährige setzte sich in der ersten Staffel durch. Auch Rebecca Mir aus Monschau nutzte die Show als Sprungbrett. Die Zweitplatzierte der sechsten Staffel (2011) ist heute als Fernsehmoderatorin aktiv und mit Profi-Tänzer Massimo Sinato verheiratet.