Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zu Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen auf.
Tarifkonflikt eskaliert weiterNächster Streik im NRW-Nahverkehr – Auch KVB in Köln betroffen

Die Schranke bleibt unten. Verdi hat Beschäftigte in mehreren kommunalen Nahverkehrsbetrieben wie der KVB zum Warnstreik aufgerufen. (Archivbild)
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Fahrgäste im kommunalen Nahverkehr müssen am kommenden Dienstag (17. März) mit deutlichen Einschränkungen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi ruft in allen Regionen Nordrhein-Westfalens Beschäftigte im Fahrdienst zum Warnstreik auf, wie eine Sprecherin mitteilte.
Streik bei der KVB in Köln und Region – Nur diese Verkehrsunternehmen sind ausgenommen
Auch die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) sind voraussichtlich davon betroffen. Dann werden auch in Köln und Region wieder Busse und Stadtbahnen in den Depots bleiben. Ausgenommen sind laut Verdi-Angaben lediglich die Unternehmen Wupsi in Leverkusen, die Bahnen der Stadt Monheim, die Stadtwerke Krefeld, Stadtbus Gütersloh, die Stadtwerke Münster und die Stadtwerke Hamm. Das Unternehmen Aseag in Aachen ist ohnehin nicht Teil des Tarifkonflikts.
Bereits für Montag (16. März) wurde ein erster Streiktag (Montag, 16.3.) angekündigt. Landesweit sind Beschäftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen zum Warnstreik aufgerufen, verkündete Verdi in einer Pressemitteilung vom Freitag (13. März). Am zweiten Streiktag soll dann der Fahrdienst folgen.
„In allen Regionen Nordrhein-Westfalens werden Busse und Straßenbahnen spürbar von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht stillstehen“, so ein Verdi-Sprecher. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen sei von der Tarifrunde nicht betroffen.
Verdi weiter: „Mit der zweitägigen Streikstruktur wollen die Beschäftigten deutlich machen, wie unterschiedliche Berufsgruppen täglich dafür sorgen, dass der öffentliche Nahverkehr funktioniert – von der Verwaltung über Service und Kundenzentren bis hin zu Fahrerinnen und Fahrern im Fahrdienst.“
Dritte Streikwelle in Köln und Region in wenigen Wochen
Es ist bereits die dritte Streikwelle in Köln und Nordrhein-Westfalen in wenigen Wochen. Erst Anfang März wurden Fahrten bei der KVB und der SWB ausgesetzt. Zuvor war es Ende Februar zu einem Warnstreik gekommen.
Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW. In den bislang zwei Verhandlungsrunden ist keine Einigung erzielt worden.
Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll außerdem von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen. (jv/dpa)


