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DigitalisierungAuf der Internetseite der Stadt Leichlingen antwortet jetzt die KI

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Unten rechts auf der Internetseite der Stadt Leichlingen ist der „Digitale Assistent“ zu finden.

Unten rechts auf der Internetseite der Stadt Leichlingen ist der „Digitale Assistent“ zu finden.

Der neue „Digitale Assistent“ ist rund um die Uhr verfügbar.

Wer wissen will, wann die Stadtverwaltung geöffnet ist, wer für was zuständig ist und wie man an bestimmte Dienstleistungen der Stadt Leichlingen kommt, der bekommt ab sofort Antworten von einem neuen KI-gestützten Chatbot.

Unten rechts gibt es auf allen Seiten des städtischen Internetauftritts jetzt einen kleinen grünen, Kreis mit einer Sprechblase darin. Wenn Nutzerinnen und Nutzer auf dieses Symbol klicken, öffnet sich ein Fenster, über das man seine Fragen an die Verwaltung stellen kann.

„Ein weiterer Schritt der Stadt Leichlingen auf dem Weg zur digitalen Verwaltung ist gemacht“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Der neue digitale Assistent, der rund um die Uhr verfügbar ist, „soll die persönliche Beratung sinnvoll ergänzen und so die Servicequalität weiter verbessern“. Der Chatbot sei ein zusätzliches Serviceangebot, so die Stadt.

Wie bei der Nutzung jeder KI kann es natürlich gelegentlich zu fehlerhaften Auskünften kommen.
Stadt Leichlingen

Alexandra Lohkamp und Stefanie Meyer aus dem Digitalisierungsteam des Amtes für Bürgerservice und Digitalisierung hätten zuletzt verschiedene KI-Modelle ausgiebig getestet. Am besten abgeschnitten habe das System der Merlin Digital Solutions GmbH, das nutzten auch andere Kommunen, so die Stadt.

Maurice Winter, Bürgermeister, erhofft sich davon eine Erleichterung für die Leichlingerinnen und Leichlinger bei der Suche nach Informationen auf der Stadt-Webseite. Stellt man der KI eine Frage, durchsucht sie die Seite der städtischen Internetpräsenz und fasst zusammen, was sie findet.

Chatbot kann zehn Sprachen

Das Wissen, das der Chatbot aus den vorhandenen Informationen findet, könne noch durch städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter manuell ergänzt werden. Der digitale Assistent kann Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Ukrainisch und Arabisch sowohl verstehen als auch antworten. Auch könne die KI in Einfacher Sprache antworten.

Die Stadt sagt: „Wie bei der Nutzung jeder KI kann es natürlich gelegentlich zu fehlerhaften Auskünften kommen.“ Sollte jemand eigenartige Antworten bekommen, soll man die überprüfen. Aber: Der Chatbot lerne durch jede Anwendung, er werde immer besser. Der Stab des Bürgermeisters erhofft sich auch davon, dass Fehler oder Unklarheiten auf der Internetseite sichtbar werden.

Und: „Der Schutz persönlicher Daten hat dabei höchste Priorität. Zwar können die Chats von der Verwaltung eingesehen werden, sie sind jedoch vollständig anonym. Trotzdem werden Nutzerinnen und Nutzer vor dem Gebrauch darauf hingewiesen, dass sie aufpassen sollten, welche Daten sie dem Chatbot anvertrauen und zum Beispiel persönliche Daten nicht angegeben werden sollten. Die Chatverläufe werden außerdem nach vier Wochen automatisch gelöscht.“ (nip)