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Cold Case aus LeverkusenNeue Festnahme im Mordfall Ricardo Corvo nach 16 Jahren

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An der A59 bei Leverkusen wurde 2010 die Leiche von Ricardo Corvo entdeckt – jetzt rückt die Aufklärung des Falls näher. (Archivbild)

An der A59 bei Leverkusen wurde 2010 die Leiche von Ricardo Corvo entdeckt – jetzt rückt die Aufklärung des Falls näher. (Archivbild)

Ein Toter in einer Plastiktüte an der A59 bei Leverkusen: 16 Jahre lang ein Rätsel. Jetzt gibt es eine neue Festnahme. Was ist damals passiert?

Im jahrelang ungeklärten Tötungsdelikt, das 2010 durch einen Leichenfund in Leverkusen bekannt wurde, gibt es einen weiteren Fahndungserfolg: Mehr als 16 Jahre nach der Tat haben Ermittler einen weiteren Tatverdächtigen festgenommen.

Der heute 60-jährige Mann wurde am Samstagabend bei einer Grenzkontrolle der Bundespolizei an der A3 bei Ruhstorf in Bayern gefasst, als er aus Österreich einreiste. Gegen ihn lag ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Köln vor. Er steht im Verdacht, an der tödlichen Attacke auf den 43-jährigen Ricardo Corvo beteiligt gewesen zu sein.

Grausiger Fund an der A59 bei Leverkusen

Der Fall hatte seinen Ausgang in Leverkusen: Am 15. Januar 2010 entdeckten Passanten die Leiche des gebürtigen Italieners neben einer Leitplanke an der A59 im Stadtteil Rheindorf. Sie war in einer Plastikmülltüte verpackt. Die Obduktion ergab, dass massive Schläge gegen den Kopf zum Tod geführt hatten.

Trotz intensiver Ermittlungen im Raum Köln und Leverkusen blieb der Fall lange ungelöst und beschäftigte die Behörden über Jahre. Erst die 2022 gegründete Ermittlungsgruppe „Cold Cases“ der Polizei Köln rollte den Fall neu auf. Moderne DNA-Analysen führten schließlich zu mehreren Tatverdächtigen.

Bereits im Sommer 2024 war ein 45-jähriger Mann in den Niederlanden festgenommen worden, kam jedoch später wieder auf freien Fuß. Ein weiterer Verdächtiger, gegen den international ermittelt wurde, ist inzwischen verstorben.

Mit der neuen Festnahme rückt die Aufklärung des Verbrechens, das seinen makabren Ausgangspunkt in Leverkusen hatte, weiter voran. Dennoch sind zentrale Fragen, etwa zu Tatmotiv und tatsächlichem Tatort, weiterhin ungeklärt. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an.