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Vermeintliche VollsperrungFalscher Navi-Hinweis führt zu Verkehrs-Chaos an der A1 in Leverkusen

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Fahrzeuge stehen auf der A1 bei Leverkusen im Stau (Archivfoto).

Fahrzeuge stehen auf der A1 bei Leverkusen im Stau (Archivfoto).

Viele Autofahrerinnen und Autofahrer verlassen sich auf ihre Navigationsgeräte – in diesem Fall waren die Angaben jedoch falsch.

Eine Fehlermeldung auf Google Maps zur Autobahn 1 hat am Dienstagnachmittag (10. März) zu langen Staus rund um Leverkusen geführt. Der Navigationsdienst hatte eine vermeintliche Vollsperrung angezeigt – dabei war diese Sperrung bereits am Sonntag (8. März) aufgehoben worden.

Erschwert wurde die Situation zudem durch einen größeren Stau. Viele Autofahrerinnen und Autofahrer schalteten daraufhin wohl ihr Navigationsgerät ein. Bei Google Maps wurde ihnen jedoch eine vermeintliche Vollsperrung der A1 direkt hinter Leverkusen angezeigt.

Autofahrer verlassen A1 bei Leverkusen wegen vermeintlicher Vollsperrung

Obwohl es sich nur um einen Stau handelte, verließen daraufhin viele Autofahrerinnen und Autofahrer kurzfristig die Autobahn, um die vermeintliche Vollsperrung umfahren zu können. Dadurch kam es dann auf den umliegenden Straßen zu langen Staus im Feierabendverkehr.

Die Folge: Die Ausweichrouten über das Leverkusener Gebiet waren schließlich auch so voll, dass sich der Verkehr wiederum auf die Autobahn 1 zurückstaute und auch hier die Verkehrssituation noch weiter verschärfte.

A1-Vollsperrung bei Leverkusen? Google Maps spricht von technischem Problem

Google bestätigte auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass am Dienstagnachmittag eine falsche Sperrungsmeldung ausgespielt wurde. „Wir haben ein technisches Problem untersucht, das vorübergehend zu fehlerhaften Straßensperrungen auf der Karte führte. Diese wurden inzwischen entfernt“, erklärte ein Pressesprecher.

Auch zu den Gründen äußerte sich das Unternehmen. „Wir nutzen verschiedene Quellen, um eine möglichst detaillierte und aktuelle Kartenansicht zu erstellen“, hieß es weiter. Dazu gehören demnach Drittanbieter, Nutzerinnenbeiträge sowie Satelliten- und Street-View-Bilder.

Um die Genauigkeit der Informationen gewährleisten zu können, arbeitet Google Maps mit einer Kombination aus manuellen und automatisierten Prozessen. Dabei könne es allerdings auch sporadisch zu Fehlern wie diesem kommen. Man sei dabei auch auf die Hilfe von Userinnen und Usern angewiesen. (jv)