Zum geplanten Schulumzug der Förderschule von Opladen an die Elbestraße gibt es viele Fragen, die den Stadtteil Rheindorf betreffen.
Schulumzug von OpladenRheindorfer fürchten die vielen Autos

Kann der Verkehrsknoten Elbestraße/Solinger Straße den zusätzlichen Auto- und Busverkehr bewältigen?
Copyright: Ralf Krieger
In der Bezirksvertretung I gibt es erhebliche Vorbehalte gegen den geplanten Umzug der Förderschule an der Wupper an die Elbestraße in Rheindorf-Nord. Die Schüler der Jahrgangsstufen fünf und sechs von der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Rheindorf, die dort jetzt quasi in einer Außenstelle der Schule Deichtorstraße unterrichtet werden, könnten offenbar zunächst in Container ans Hauptgebäude an der Deichtorstraße umziehen. Diese Container seien aber uralt, sagte Rüdiger Scholz (CDU) in der Bezirksvertretung. Tatsächlich ist kaum noch nachvollziehbar, seit wann die Container dort stehen. 2001 wurden sie jedenfalls schon als Ausweichcontainer für die Wiesdorfer Pestalozzischule genutzt.
Helga Vogt (SPD) äußerte in der Bezirksvertretung Zweifel, dass die Elbestraße den zusätzlichen Autoverkehr aufnehmen könne, zumal noch andere Bauten entstünden, die noch mehr Autoverkehr bedeuteten. „Haben Sie das mal alles zusammengerechnet?“ Zu der Förderschule dürften die wenigsten Kinder selbstständig kommen, die meisten werden gebracht.
Eine mögliche Überlastung des Verkehrsknotens Elbestraße/Solinger Straße besorgt auch den Landtagsabgeordneten Scholz. Wegen der immer konkreteren Neubaupläne der WGL am Königsberger Platz werde die Verbindungsstraße zwischen der Elbe- und Memelstraße wegfallen. Scholz ist ein erklärter Gegner der WGL-Pläne am Königsberger Platz.
Alles zum Thema Opladen
- Ort der Begegnung Zonta und Targobank platzieren eine neue orange Bank
- Ab heute Bahn sperrt die Strecke Köln-Wuppertal-Hagen – Was Pendler jetzt wissen müssen
- Karneval in Leverkusen Stadtverwaltung geschlossen, vielerorts besondere Öffnungszeiten
- Ehemaliger Einsatzwagen Leverkusener Feuerwehr übergibt Transporter für Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Schulumzug von Opladen Rheindorfer fürchten die vielen Autos
Nicht gut für Rheindorf sei auch der Wegzug der Volkshochschul-Filiale an der Elbestraße, so Scholz. Die dort angebotenen Kurse ermöglichten auch Schulabschlüsse. Die Räume neben dem Schulgebäude, die das städtische Bildungsinstitut VHS derzeit belegt, benötigt die Förderschule ebenfalls. Ersatzräume, in die die VHS umziehen kann, soll die Verwaltung zwar gefunden haben, aber nicht in Rheindorf.
Verwaltung macht Druck wegen des Schulumzugs
Eine Mitarbeiterin der Verwaltung machte Werbung für die Umzugspläne. Sie sagte, die Idee, die von der Bezirksregierung gekommen sei, sei so gut, dass sie sich ärgere, nicht selbst darauf gekommen zu sein. Die Schule an der Wupper könne plötzlich unbenutzbar werden, das erzeuge Druck.
Die Bezirksvertretung vertagte die Entscheidung in den Rat, bis dahin soll die Verwaltung Fragen beantworten.
Die Bezirksvertreter wollen den Umzug nicht bremsen. Man müsse nur dafür Sorge tragen, dass die Schüler in Rheindorf gut untergebracht seien, hieß es im Gremium.
Auf lange Sicht soll die Gesamtschule an der Deichtorstraße einen festen Erweiterungsbau für die Jahrgangsstufen fünf und sechs bekommen. Wann der gebaut werden könnte, steht nicht fest. Den Erweiterungsbau wollte schon der ehemalige Schulleiter Guido Sattler auf das städtische Grundstück des ehemaligen Rheindorfer Hallenbads bauen lassen, um die Käthe-Kollwitz-Schule an einem Ort zusammenzuziehen. Sattler konnte sich aber nicht durchsetzen. Stattdessen erwarb der Bauinvestor Paeschke das wertvolle Grundstück und stellte eine Eigenheimsiedlung darauf.

