In der jüngst vorgestellten Kriminalstatistik für 2025 war eine Zahl in Leverkusen besonders auffällig.
WohnungseinbrücheWarum die Zahlen 2025 in Köln zurückgingen – aber nicht in Leverkusen

Ein Mann mimt einen Einbrecher und benutzt ein Brecheisen, um eine gekippte Terrassentür aufzuhebeln (Symbolbild)
Copyright: Philipp von Ditfurth/dpa
Die gute Nachricht vorweg: Über die vergangenen zehn Jahre betrachtet, ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Leverkusen um 62,5 Prozent gesunken. Anders ausgedrückt, geschahen in der Stadt 2025 fast zwei Drittel weniger Einbrüche in Wohnungen als 2016. Das hat die für Leverkusen zuständige Polizei in Köln auf Nachfrage des „Leverkusener Anzeiger“ mitgeteilt. Und damit ist der Rückgang im Gebiet der Polizeiinspektion 7 (PI 7) – so firmiert Leverkusen im Kölner Präsidium – stärker als als in allen anderen sechs Inspektionen. Dort gingen die Zahlen in den vergangenen zehn Jahren um etwa 20 bis 52 Prozent zurück.
Leider hat diese sehr positive Entwicklung im vergangenen Jahr in der Stadt aber eine Pause gemacht. Denn mit 253 Taten insgesamt – 128 Einbrüchen und 125 Einbruchsversuchen – blieb die Zahl der Wohnungseinbrüche in der PI 7 gegenüber 2024 praktisch gleich (plus 0,8 Prozent). Und das steht in scharfem Kontrast zu den sehr viel positiveren Zahlen in allen anderen sechs Polizeiinspektionen des Kölner Präsidiums. In den verschiedenen Stadtteilen von Köln nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche gegenüber 2024 im vergangenen Jahr um 13 bis 30 Prozent (gerundet) ab.
Schwankungen gibt es immer wieder
Auf mögliche Gründe angesprochen, heißt es aus dem Kölner Präsidium: „Im Bereich des Wohnungseinbruchs fällt bei mehrjähriger Betrachtung der Fallzahlen auf, dass sich immer wieder Schwankungen in der Verteilung von Tatorten auf verschiedene Polizeiinspektionen ergeben, für die sich keine belastbaren Erklärungsansätze finden.“ In allen sieben Inspektionen des Polizeipräsidiums ist im Übrigen die Gesamtzahl der Fälle je zur Hälfte auf vollendete und versuchte Einbrüche verteilt.
Alles zum Thema Polizei Köln
- Unbekannter im Hausflur Mann (60) schließt 26-Jährigen in Euskirchen ein
- Einbruch in Erftstadt Unbekannte durchwühlen Wohnhaus
- Brandserie in Köln-Stammheim Polizei sucht nach mehreren jungen Männern
- Lkw beteiligt E-Scooter-Fahrerin bei Unfall in der Kölner Innenstadt verletzt
- Einbruch in Overath Täter erbeuten Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren Tausend Euro
- Otto-Langen-Quartier Randalierer zerstören Stadtentwicklungsprojekt von Kölner Künstlern
- Einbruchsversuch Polizei stellt zwei mutmaßliche Täter in Lützenkirchen
In Leverkusen haben die Kriminellen aber offenbar kein bevorzugtes Stadtviertel für Wohnungseinbrüche. Die Fälle seien einigermaßen gleichmäßig übers ganze Stadtgebiet verteilt, teilt das Präsidium in Köln-Kalk mit. Bei der Frage nach den Täterstrukturen hält sich die Polizei ziemlich bedeckt. Es gebe „sowohl Erkenntnisse zu regionalen wie auch einreisenden Tätergruppierungen sowie zu Einzel – und Gelegenheitstätern“. Mehr will man aus ermittlungstaktischen Gründen dazu nicht sagen.
Auch in Leverkusen ist die Polizei Tag und Nacht sowohl uniformiert als auch zivil im Einsatz.
Keine Überraschung auch bei der Frage nach der üblichen Beute bei Einbrüchen: Weiterhin haben es die Täter vor allem auf Bargeld und Schmuck abgesehen.
Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüche war und ist gering. Etwa acht Prozent der Fälle werden aufgeklärt. Die Polizei nutzt ihre Erkenntnisse über Aufenthaltsorte mutmaßlicher Täter, Tatfahrzeuge und kontrollierte Verdächtige, um daraus Schlüsse zu ziehen, wo sich Streifenfahrten besonders „lohnen“ könnten. „Auch in Leverkusen ist die Polizei Tag und Nacht sowohl uniformiert als auch zivil im Einsatz“, so ein Sprecher der Kölner Polizei.
Er weist darüber hinaus auf die vielen Informationsangebote der Polizei zu dem Thema hin, wie man sich besser gegen Einbrüche in die eigenen vier Wände schützt. Der nächste Beratungstermin zu dem Thema ist am Donnerstag, 19. März, 14 bis 16 Uhr im Polizeipräsidium Köln, Walter-Pauli-Ring 2-6, Köln. Interessierte werden gebeten sich unter 0221 229-8008 oder per E-Mail anzumelden. Die Beratung ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
kriminalpraevention.koeln@polizei.nrw.de
https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/thema/einbruch/

