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NeugestaltungBachgarten in Gummersbach-Steinenbrück eröffnet

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Raoul Halding-Hoppenheit und Hefner stehen auf der neuen Brücke im Hömicker Bachgarten.

Bei bestem Wetter haben Raoul Halding-Hoppenheit (r.) und Jürgen Hefner den Bachgarten mit neuer Brücke offiziell eröffnet.

In Gummersbach-Steinenbrück ist aus dem früheren Köhlers Teich ein neuer Ort für Erholung und Begegnung entstanden.

Wo früher der Köhlers Teich das Bild prägte, ist in Gummersbach-Steinenbrück ein neuer Aufenthaltsort entstanden: Am Freitag wurde der Hömicker Bachgarten offiziell eröffnet.

Gummersbachs Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit sprach bei der Einweihung von einem gelungenen Ergebnis: „Wir haben hier ein kleines innerstädtisches Paradis.“ Mit Blick auf die neu gestaltete Fläche ergänzte er: „Wenn wir den Blick schweifen lassen, dann ist das wirklich wunderbar geworden.“

Vom Teich zur renaturierten Bachlandschaft

Der Bereich an der Hülsenbuscher Straße hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Nach dem Einsturz des Damms am früheren Teich hatte die Politik beschlossen, den Teich aufzugeben und den Hömicker Bach wieder freizulegen. Drei Varianten standen zur Diskussion, letztlich fiel die Entscheidung auf die vollständige Renaturierung ohne neuen Teich. Seit 2024 wurde gebaut, insgesamt dauerte der Prozess mit Planung rund vier Jahre. Heute schlängelt sich der Bach wieder offen durch das Gelände. Eine Fußgängerbrücke ersetzt den früheren Damm, entlang des Wassers laden Sitzsteine und Wege zum Verweilen ein.

Die Arbeiten wurden vom Bauunternehmen Adolf Koch aus Reichshof ausgeführt und in enger Abstimmung mit dem Aggerverband umgesetzt. Insgesamt belaufen sich die Kosten nach Angaben der Stadt auf rund 690.000 Euro.

Nehmen Sie das für sich als Ort der Erholung, als Ort der Begegnung. Das ist Ihrs
Raoul Halding-Hoppenheit, Bürgermeister

Für die Stadt steht neben der ökologischen Aufwertung vor allem die Aufenthaltsqualität im Fokus. „Man sieht, es wird auch schon genutzt. Von jüngeren Menschen, von Älteren genauso – so soll es ja auch sein“, sagte Halding-Hoppenheit. Vor allem Schülerinnen und Schüler der angrenzenden Schule nutzen die Flächen bereits intensiv. Halding-Hoppenheit sprach von der „Hauptinfrastruktur von Steinenbrück.“

Der neue Bereich solle als Treffpunkt dienen: „Nehmen Sie das für sich als Ort der Erholung, als Ort der Begegnung. Das ist Ihrs.“ Zugleich warb der Bürgermeister dafür, den Bereich langfristig gemeinsam zu pflegen. Die Stadt setzt dabei auch auf Unterstützung aus der Bürgerschaft und regt an, Patenschaften für die Anlage zu übernehmen. Ehrenamtliche könnten so gemeinsam mit der Stadtverwaltung dazu beitragen, dass der Bachgarten dauerhaft sauber und attraktiv bleibt.

Nicht alle sehen die Entwicklung jedoch uneingeschränkt positiv. Mitglieder der Familie Köhler, die sich über viele Jahre um den Teich gekümmert hatten, äußerten beim Termin am Freitag ihr Bedauern über dessen Verschwinden. „Man ist damit aufgewachsen, der Teich war über 100 Jahre Teil des Ortes“, erzählte der 84-jährige Wolfgang Köhler. Gleichzeitig richtet sich der Blick nun aber nach vorn: Der neue Bachgarten soll sich in den kommenden Monaten weiterentwickeln. Zusätzliche Elemente wie weitere Sitzgelegenheiten sind nicht ausgeschlossen. Vor allem aber wird sich zeigen, wie der neue Garten angenommen wird.