Die Fußballerinnen des TuS Homburg-Bröltal haben das Halbfinale im FVM-Pokal knapp verpasst. Strittige Elfmeterszene kurz vor Schluss.
FVM-PokalFür die Bröltaler Fußball-Mädels ist im Viertelfinale Endstation

Kein Happy End gab es am Sonntag auf dem Nümbrechter Grötzenberg – zumindest nicht aus Sicht der Gastgeberinnen.
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Für die Fußballfrauen des TuS Homburg-Bröltal war am Sonntagnachmittag deutlich mehr möglich als ein knappes Ausscheiden aus dem Verbandspokal-Wettbewerb im Frauenfußball.
TuS Homburg-Bröltal – Rot-Weiß Waldenrath-Straeten 0:1 (0:0). Co-Trainer Maximilian Müller, der für den erkrankten Cheftrainer Mats Bollmann das sportliche Sagen hatte, war mit der Leistung seiner Elf vor der Pause sehr einverstanden: „Wir hatten vom Beginn weg sehr viel Ballbesitz, uns sehr gute Chancen erarbeitet und deutlich mehr vom Spiel als unser Gast.“
Chance zur Bröltaler Führung durch Ariana Ajdari
Die größte Chance wurde notiert, als es dem THB gelang, den Ball von einer Innenverteidigerin zu erobern. Außenspielerin Ilka Lang brachte den Ball in den Strafraum. Am ersten Pfosten stand Ariana Ajdari und verpasste das durchaus mögliche 1:0 nur denkbar knapp. „Wir waren sehr gut im Spiel“, freute sich Maximilian Müller: „Beim Gang in die Kabine haben wir gesagt, dass wir gegen einen wie erwartet robusten und aggressiven Gegner im Zweikampf unseren Standort klargemacht haben und die Partie bestimmen konnten.“
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Nach einem Fehler im Aufbauspiel fiel dann aber das 0:1 (50.). „Danach waren wir etwa eine Viertelstunde zu lethargisch, sagt Maximilian Müller: „Aber es war ja noch genug Zeit.“ Fast wäre das 0:2 gefallen. Auf Bröltaler Seite hatte Anisa Mekaoui den Ausgleich auf dem Schlappen, als sie mit dem linken Fuß zentral abschloss, aber den Ball links am Tor vorbeizog.
Aus meiner Bröltal-Brille ist nicht verständlich, weshalb es keinen Strafstoß gab.
Ärgerlich war eine Szene in der 82. Minute, die Maximilian Müller so bewertete: „Unsere Annalena Roth ist von außen in den Strafraum eingedrungen, wurde gefoult. Man konnte draußen den Kontakt hören. Aus meiner Bröltal-Brille ist nicht verständlich, weshalb es keinen Strafstoß gab. Dieser hätte uns extrem geholfen, die Partie vielleicht noch für uns zu entscheiden.“

Co-Trainer Maximilian Müller vertrat am Sonntag seinen erkrankten Chef Mats Bollmann.
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In der Schlussphase ging auch Torhüterin Michel Sohnius mit in den Angriff, um das 1:1 zu erzwingen. Der Ball landete jedoch nicht im Tor, sondern auf dem Tor-Netz. Maximilian Müller: „Es ist schon enttäuschend. Leider haben wir unsere Chancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt. Mit Blick auf den Spielbetrieb in der Liga, der für uns in jedem Fall Priorität hat, wissen wir nun jedoch, dass wir auch gegen einen Gegner wie diesen dagegenhalten können. Wir wissen jetzt, wo wir stehen.“
TuS Homburg-Bröltal: Sohnius, Scharrenbroich, Roth (86. Müller), Asani, Ajdari (78. Wotschel), Lang, Peters, Fuchs, Herweg, Mekaoui, Philippi.

