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Neues LogistikzentrumUnitechnik investiert Millionen in Wiehl-Bomig

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Das Bild zeigt den symbolischen Spatenstich für den Neubau eines Logistikzentrums des Unternehmens Unitechnik am Standort im Industriegebiet Wiehl-Bomig.

Zum symbolischen Spatenstich versammelten sich u.a. Unternehmensführung, Mitarbeiter und Bürgermeister Ulrich Stücker.

Das Familienunternehmen gibt mit dem Neubau ein klares Bekenntnis zum Stammsitz in Wiehl-Bomig ab.

In Zeiten, in denen viele Unternehmen in Deutschland von Investitionen lieber Abstand nehmen, setzt die Unitechnik Systems GmbH ein ganz anderes Zeichen: An ihrem Hauptsitz in Wiehl-Bomig investiert das Familienunternehmen knapp vier Millionen Euro in den Bau eines neuen Logistikzentrums. Das Projekt hat gestern mit dem symbolischen Spatenstich begonnen und soll im April nächsten Jahres fertiggestellt sein.

Trotz stagnierender Auftragslage in der Branche setzen wir auf Zukunft statt Stillstand.
Geschäftsführer Torsten Ley

Auch in der Maschinenbau- und Automatisierungsbranche ist die wirtschaftliche Lage seit 2022 angespannt. Doch statt Investitionen zurückzufahren, gehe Unitechnik ganz bewusst den anderen Weg, sagt Wolfgang Cieplik, mit Rainer Poppek Inhaber des Unternehmens. „Wir sind überzeugt, dass wir so für die Zukunft eine bessere Ausgangsposition schaffen.“ Geschäftsführer Torsten Ley ergänzt: „Wir investieren in unsere Heimat Wiehl und setzen damit ein Zeichen der Stabilität. Trotz stagnierender Auftragslage in der Branche setzen wir auf Zukunft statt Stillstand.“ Ley weiter: „Wir wollen unseren Mitarbeitern und auch unseren Kunden zeigen, dass wir hinter diesem Standort hier im Oberbergischen stehen.“

Komplette Logistik zieht ein

Auch Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker sieht in dem Bauprojekt ein „klares Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Wiehl“; die Investition vermittle Zuversicht – in die Stadt und auch darüber hinaus.

Das neue Gebäude mit einer Fläche von rund 1100 Quadratmetern wird als Verlängerung und Aufstockung der bestehenden Produktionsstätte errichtet. Es ist als ein zentrales Element der geplanten Standorterweiterung gedacht und soll die komplette Logistik von Unitechnik beherbergen. Ihr zentrales Element, erklärt Torsten Ley, wird ein automatisches Kleinteilelager mit rund 6000 Behälterstellplätzen.

Unitechnik möchte den   Bau von Schaltanlagen erweitern und das – mit Blick etwa auf Lieferketten-Problematik – in Bomig statt im Ausland. Deshalb werden am Hauptsitz mehr Produktionsflächen gebraucht, so Ley. Um diese zu gewinnen, zieht das jetzige Lager aus der Bestandshalle in den Neubau. Das neue Logistikzentrum soll die Logistik effizienter und Prozesse in der Arbeitsvorbereitung schlanker machen.

„In der eigentlichen Produktion bauen wir die Schaltanlagen nur noch zusammen, alles andere wird vorher schon im Logistikzentrum erledigt“ – vom Wareneingang über Lagerung und Kommissionierung bis zur Arbeitsvorbereitung. Zugleich wird das Außenlager wieder nach Bomig holen.

Zahl der Mitarbeiter soll wachsen

In den nächsten fünf bis zehn Jahren will der Wiehler Mittelständler auch die Zahl der Mitarbeiter erhöhen – von jetzt 208 auf rund 250. Die jetzige Investition schaffe und sichere also auch Arbeitsplätze in der Region.

„Planung und Umsetzung des Neubaus erfolgen vollständig in Eigenregie“, betont Torsten Ley, Unitechnik bringe dabei seine Expertise als Generalunternehmer für automatisierte Logistikprojekte in das eigene Bauvorhaben ein.