Insgesamt meldet die Polizei eine ruhige Weiberfastnacht in Oberberg. Trotzdem: Einige benahmen sich gründlich daneben.
Polizei zieht BilanzSexueller Übergriff an Weiberfastnacht im Wipperfürther Festzelt

Kreisweit nahm Oberbergs Polizei beim Start in den Straßenkarneval vier Personen in Gewahrsam. 15 Platzverweise verhängten die Beamten.
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Einen verhältnismäßig ruhigen Verlauf meldet die oberbergische Polizei nach den Weiberfastnachtsveranstaltungen im Kreisgebiet. Nur wenige Vorfälle notierten die Beamten bis zum frühen Freitagmorgen in ihrem Bericht, in der großen Mehrheit feierten die Menschen ausgelassen und fröhlich. Allerdings sprach die Polizei auch 15 Platzverweise aus, zehn in Wipperfürth und fünf in Reichshof.
Vier Personen landeten in Oberberg im Polizeigewahrsam
Vier Personen wurden in Gewahrsam genommen – darunter auch ein 32 Jahre alter Wipperfürther, der laut Polizei im Festzelt auf dem Wipperfürther Marktplatz einer 26-Jährigen wiederholt und gegen deren Willen an das Gesäß griff. Die Beamten nahmen eine Anzeige wegen sexueller Belästigung auf und sprachen dem Mann einen Platzverweis aus. Weil der sich aber weigerte, das Zelt zu verlassen, wurde er in Gewahrsam genommen.
Ebenfalls im Wipperfürther Zelt, und zwar mitten auf der Tanzfläche, ließen ein Wipperfürther (30), ein Hückeswagener (29) und ein Mann aus Marienheide (23) die Fäuste fliegen. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes trennten die Streithähne, die Polizei fertigte Strafanzeigen an.
Angriff auf Gummersbacherin in Rebbelroth, Polizei sucht Zeugen
Aber auch Frauen benahmen sich zum Auftakt des Straßenkarnevals gründlich daneben: Für eine 52-Jährige aus Halver endete der Abend auf der Wache in Wipperfürth, weil sie in der Innenstadt Polizisten bepöbelt, beleidigt und nach ihnen getreten hatte. In Rebbelroth wiederum griffen zwei bislang unbekannte Frauen eine 21-jährige Gummersbacherin an, die in der dortigen Mehrzweckhalle feierte.
Das Duo ging die 21-Jährige laut Polizeibericht körperlich an, kratzte und beleidigte sie. Beschrieben werden die Tatverdächtigen als etwa 35 Jahre alt, beide trugen Teufelskostüme. Eine der Frauen hatte mittellange schwarze Haare und war etwa 1,70 Meter groß, die andere hatte dunkelbraune Haare. Hinweise zu dem Vorfall nimmt das Kriminalkommissariat Gummersbach unter Telefon (0 22 61) 81 99-0 oder per E-Mail an poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Die beiden Tatverdächtigen trugen ein Teufelskostüm und waren ca. 35 Jahre alt.
Bei einer Party in Denklingen kassierte ein 20-jähriger Windecker einen Schlag ins Gesicht, als er ein Handgemenge zwischen drei jungen Männern (17, 18 und 19 Jahre) beenden wollte. Auch hier wurden Strafanzeigen aufgenommen. Einen 25 Jahre alten Reichshofer transportierten die Polizisten gleich in die Gewahrsamszelle der Waldbröler Wache, nachdem er mit einem Platzverweis nicht einverstanden war.
Laut Polizei hatte der Mann über zwei Promille Alkohol im Blut und schlief sich in der Zelle aus. Ein großes Lob gab es vonseiten der Beamten für die Autofahrerinnen und Autofahrer: 108 Fahrzeuge stoppten Streifenpolizisten an Weiberfastnacht – in keinem einzigen Fall wurde das Fahren unter Alkohol oder Drogen festgestellt.

