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Neue EinsatzkleidungMehr Schutz für Bergisch Gladbachs Retter im Dauereinsatz

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Feuerwehr Bergisch Gladbach stattet Rettungsdienst mit neuer Schutzkleidung aus.

Besser erkennbar: Die neue Schutzkleidung des Rettungsdienstes der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

Neue Schutzkleidung für den Rettungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach soll auch die Sicherheit an Einsatzstellen erhöhen.

Alle 21 Minuten ist im vergangenen Jahr der Rettungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach zu einem Einsatz gerufen worden. Insgesamt waren es 25.000 Notrufe, bei 5000 Einsätzen, davon war ein Notarzt mit von der Partie. Um Sicherheit, Tragekomfort und Sichtbarkeit des Rettungsdienstpersonals an der Einsatzstelle zu erhöhen, erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun eine neue Schutzkleidung.

Rettungsdienstmitarbeitende stehen vor Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

Neongelbe Schutzkleidung löst die orangefarbene Einsatzkleidung des Rettungsdienstes der Feuerwehr Bergisch Gladbach ab.

„Die bisherige Bekleidungsserie wurde im Jahr 2013 beschafft und entsprach trotz sorgfältiger Pflege nicht mehr in allen Bereichen dem aktuellen Stand der Technik“, erläutert Feuerwehrsprecher Elmar Schneiders. Mit der nun erfolgten Neuvergabe würden sowohl die Sicherheit als auch der Tragekomfort und die Sichtbarkeit im Straßenverkehr dem Stand der Technik angepasst, so Schneiders.

Seit dieser Woche tragen die Einsatzkräfte statt der bisherigen orangefarbenen Kleidung auffällige neongelbe Einsatzanzüge. „Diese Umstellung dient insbesondere der besseren Erkennbarkeit im Straßenverkehr und an Einsatzstellen“, so Schneiders. Auch die eingesetzten Notärztinnen und Notärzte würden vollständig durch die Feuerwehr mit der neuen Bekleidung ausgestattet.

Bessere Sichtbarkeit, atmungsaktive Materialien und mehr Bewegungsfreiheit

Nach Angaben der Feuerwehr wurde bei der Auswahl besonderer Wert auf bessere Sichtbarkeit bei Tag und Nacht, atmungsaktive Materialien und mehr Bewegungsfreiheit gelegt. Zudem seien die Kleidungsstücke robuster verarbeitet und für hohe Belastungen im Rettungsdienstalltag ausgelegt. Die Textilien halten laut Feuerwehr bis zu 50 desinfizierende Wasch- und Trocknungszyklen aus und entsprechen den geltenden Hygiene- und Pflegestandards.

Rettungsdienstmitarbeitende stehen vor einem Rettungswagen der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

Di neue Schutzkleidung mietet die Feuerwehr Bergisch Gladbach inklusive Reinigung und der dafür nötigen Logistik bei einem Dienstleister.

Der Aufwand hinter der Reinigung der Einsatzkleidung ist erheblich. Im Rettungsdienst müsse Schutzkleidung häufig mehrfach pro Schicht gewechselt werden – etwa nach Kontaminationen oder starker Durchfeuchtung. Gereinigt werde nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts in speziellen desinfizierenden Waschverfahren. Eine Aufbereitung in eigenen Feuerwehr-Waschmaschinen sei wegen der hohen hygienischen und technischen Anforderungen „weder wirtschaftlich noch organisatorisch vertretbar“, so Schneiders.

Feuerwehr mietet Kleidung von einem Dienstleister inklusive Reinigung

Die Feuerwehr setzt deshalb auf ein Mietmodell. Dabei übernimmt ein externer Dienstleister die komplette Logistik – von der Bereitstellung und Reinigung bis zur Reparatur und dem Austausch beschädigter Kleidung. Auch die digitale Nachverfolgung der einzelnen Kleidungsstücke gehört zum Leistungsumfang. „Das Modell entlastet unsere Verwaltung erheblich und sorgt gleichzeitig für eine verlässliche Versorgung“, so Feuerwehrsprecher Schneiders.

Den Zuschlag erhielt die Miettex Service Meeß GmbH. Ausschlaggebend seien neben Qualität und Wirtschaftlichkeit insbesondere das Nachhaltigkeits- und Elektromobilitätskonzept des Unternehmens gewesen. Nach Angaben der Feuerwehr nutzt die Wäscherei moderne Wärmerückgewinnungssysteme sowie eine große Photovoltaikanlage. Für die Belieferung der Feuerwehr Bergisch Gladbach soll mindestens ein vollelektrisches Fahrzeug eingesetzt werden.

Mit der vollständigen Umstellung auf die neue Schutzkleidung will die Feuerwehr nach eigenen Angaben sowohl den Arbeitsschutz ihrer Mitarbeitenden stärken als auch Ressourcen schonen und den ökologischen Fußabdruck reduzieren.