Abo

Attacke in DiscounterPolizei sucht nach Pfefferspray-Attacke weitere Opfer

2 min
Eine Hand hält eine Kartusche mit Pfefferspray.

Mit Pfefferspray soll eine Jugendlicher mehrere Menschen in einem Rösrather Discounter verletzt haben.

Ein Jugendlicher steht im Verdacht der gefährlichen Körperverletzung mit Pefferspray in einem Rösrather Discounter – Ermittlungen laufen.

Nach einem zunächst rätselhaften Großeinsatz in einem Discounter an der Kölner Straße hat die Polizei nun neue Erkenntnisse: Ein Jugendlicher soll vor rund drei Wochen Pfefferspray im Verkaufsraum des Discounters versprüht und damit zahlreiche Kunden verletzt haben.

Der Vorfall ereignete sich am Samstag, 11. April, gegen 20 Uhr. Zunächst war die Lage als mutmaßlicher Gasaustritt gemeldet worden. Entsprechend rückten neben der Polizeiwache Overath auch die Freiwillige Feuerwehr Rösrath sowie der Rettungsdienst aus. „Aufgrund des vermuteten Gasaustrittes lag der Fokus der polizeilichen Erstmaßnahmen auf der Gefahrenabwehr und Evakuierung der Kunden im Discounter“, erklärte Polizeisprecher Christian Tholl.

Mehrere Discounter-Kunden hatten über Atemwegs- und Augenreizungen geklagt.

Mehrere Kunden klagten über Atemwegs- und Augenreizungen und mussten medizinisch versorgt werden, einige wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. In der akuten Einsatzsituation stand jedoch die schnelle Hilfe im Vordergrund – eine sofortige Identitätsfeststellung der Betroffenen unterblieb daher.

Erst im Nachgang stellte sich heraus, dass kein technischer Defekt vorlag, sondern ein Jugendlicher mutmaßlich gezielt Pfefferspray in die Auslagen gesprüht hatte. „Durch das Freisetzen des Reizstoffes wurde eine bislang unbekannte Anzahl an Kunden verletzt“, so Tholl weiter.

Das Kriminalkommissariat 3 in Overath hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Um die Tat vollständig aufklären zu können, bittet die Polizei nun mögliche Geschädigte und Zeugen, sich zu melden. Dies sei auch wichtig, um etwaige zivilrechtliche Ansprüche geltend machen zu können.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 3 persönlich oder telefonisch unter (0 22 02) 20 50 entgegen.