Die Maikirmes lockte die Menschen an das Ufer der Sülz. Vor Ort gab es Fahrgeschäfte, Stände und Konzerte zu genießen.
BadewannenrennenHoffnungsthal platzt dank Maikirmes aus allen Nähten

Eines der Highlights der Maikirmes: mit der Badewanne schwimmen.
Copyright: Sigrid Schulz
Maikirmes in Hoffnungsthal, das bedeutet, dass wirklich alle denkbaren Attraktionen geboten werden: Fahrgeschäfte, Aussteller, Konzerte und natürlich als Höhepunkt das Badewannen- und Entenrennen. Kein Wunder, dass sich große Menschenmengen am Ufer der Sülz versammelt hatten, um das Spektakel zu beobachten. Als es fast pünktlich, um kurz nach 14 Uhr, losging, konnten die Zuschauer sofort sehen, dass dieses Badewannenrennen keineswegs leicht und auch nichts für Feiglinge ist.
Während Philipp Kuratle seine Badewanne gut im Griff hatte, mussten Nina van Dyk und Lara Niessen das Rennen eher außerhalb ihrer Badewanne bestreiten. Durchgezogen wurde trotzdem.
Die „Donnerschwestern der Sülz“ gewannen das Zuschauer-Voting
Besonders beliebt waren natürlich auch die Sondergefährte, bei denen es nicht um Schnelligkeit, sondern um die Gestaltung und Ausführung ging. Auch in diesem Jahr gewannen die „Donnerschwestern der Sülz“ mit riesigem Vorsprung die Abstimmung durch die Zuschauer. Kein Wunder, die acht bis neunjährigen Freundinnen und Schwestern waren nicht nur bezaubernd anzuschauen, sie brachten auch einen unglaublichen Kampfgeist mit. „Wir räumen ab“, wurde verkündet, das Motto lautete „Entern oder Kentern“. Und tatsächlich räumten sie mit 219 Stimmen ab.

Am Ufer der Sülz versammelten sich die Schaulustigen.
Copyright: Sigrid Schulz
Die Konkurrenz ließ sich die gute Laune nicht verderben. So auch die Sportler vom TV-Forsbach, die dort „Fullbody Workout“, also Ganzkörpertraining, betreiben. Mit dabei ihr Trainer, auf den die Sportler besonders stolz sind, weil er schon zwei Wochen nach einem Mittelfußbruch wieder am Training teilnahm. Deshalb war ihr Motto in diesem Jahr auch witziger Weise „Fullbody Wrecks“ (Vollkörper Wracks). Ihr Boot war wie ein Krankenwagen gestaltet, sie hatten Krücken an Board und betrieben trotzdem während der Fahrt Sport (100 Stimmen). Der tapfere Trainer ist übrigens Christian Welsch und der Kämmerer der Stadt Rösrath.
Rund 100 Helfer packten mit an
Die „Rösrather Jecke von 2009 e.V.“ boten eine perfekte Lösung, ohne Sperrungen und Staus für das Rösrather Brückenproblem unter dem Motto: „Die Lösung fürs Brückentheater – unsere jecke mobile Brücke“ (44 Stimmen). Und auch die „Stümpener Musketiere“ wollten helfend mit anpacken: „Rösraths Kassen sind leer, jetzt kommt Wickie mit der Lösung her“ (32 Stimmen).
Ilka Meysing vom veranstaltenden „Ortsring Hoffnungsthal“ zeigte sich begeistert, was zur 40. Maikirmes auf die Beine gestellt worden war. „Wir hatten unglaublich viele Helfer am Start, also es war gigantisch.“ Rund 100 hätten mit angepackt. In diesem Jahr sei die Kirmes aufwendiger gewesen, weil für den Freitag noch mehr organisiert worden sei, so Meysing. „Wir machen immer Bewirtung, aber diesmal hatten wir auch einen DJ dabei.“ Dadurch seien noch mehr Besucher vor Ort gewesen. „Auch viele Jüngere.“ Ilka Meysing lobte besonders die Feuerwehr. „Die Feuerwehr macht den Zieleinlauf, die kümmert sich um alles. Die Mannschaft hat Samstag einen großen Einsatz gehabt, wo alle mit Atemschutz arbeiten mussten. Die waren komplett fertig und sind dann trotzdem noch zum Helfen in den Bierpilz gekommen, wo sie eingeteilt waren.“
