Bereits 2027 sollen die Gebäude des ersten Bauabschnitts zwischen Kaiserstraße und Auguste-Viktoria-Straße vollendet sein.
Filetstück wird bebautMit dem Projekt Kaisergärten entstehen in Brühl 150 Wohnungen

Mit dem Bauvorhaben Kaisergärten entstehen zwischen Kaiserstraße, Römerstraße und Auguste-Viktoria-Straße in 150 Wohnungen.
Copyright: Wolfram Kämpf
Eines der größten Bauprojekte in seiner Stadt wird der Brühler Bürgermeister Dr. Marc Prokop (CDU) von nun an tagtäglich in Augenschein nehmen können: Denn die Bauten der „Brühler Kaisergärten“ werden nur einen Steinwurf entfernt von seinem Zuhause in den Himmel wachsen.
Furcht vor Lärm und Schmutz ließ Prokop dennoch nicht durchblicken, als am Freitagmittag (27. Februar) die für den Bau verantwortlichen Herren auf dem Areal zwischen Römerstraße, Auguste-Viktoria-Straße und der namensgebenden Kaiserstraße zusammenkamen.
Ein Haus soll als Demenz-WG sowie als Zuhause für ältere Menschen dienen
Im Gegenteil. „Das ist ein tolles Projekt. Hier entsteht dringend benötigter Wohnraum. Ich wünsche einen guten Verkauf“, sagte er und lobte insbesondere das Vorhaben, in einem der künftigen Häuser Platz für eine Demenz-WG sowie Wohnungen für ältere Menschen zu schaffen sowie die reibungslose Zusammenarbeit mit den Investoren, ehe Ralf Ritter, Technischer Beigeordneter der Stadt, ihm beipflichtete und zudem betonte, im Bauleitverfahren „keine negativen Äußerungen der Bürgerschaft“ erhalten zu haben.
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150 Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen von 56 bis 174 Quadratmetern – insgesamt ergibt dies rund 12.700 Quadratmeter Wohnfläche – lässt die Sereto-Immobilien GmbH auf diesem 11.250 Quadratmeter großen Filetstück der nördlichen Innenstadt errichten. Hinter diesem Unternehmen stehen die Sedos GmbH aus Rheinbach und die Kölner Kreissparkassen-Real Estate Management GmbH.
Udo Buschmann, Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Köln, freut sich auf die Umsetzung des Projekts. „Die Planung hat ein wenig gedauert. Wir haben bereits mitten in der Pandemie damit begonnen. Jetzt sind wir froh, dass es endlich losgeht“, sagte er. Die bereits angelaufene Vermarktung lasse auf ein großes Interesse schließen.
Die Botschaft aus dem Marketing klingt auch verlockend: „In den Kaisergärten Brühl lebt der Glanz der alten Zeiten weiter. Die Architektur präsentiert sich modern und zugleich mit Respekt vor dem kaiserlichen Erbe: Dezente Anklänge klassischer Baustile verschmelzen hier mit geradlinigen Fassaden und großzügigen Glasflächen, die viel Tageslicht in die Wohnräume holen.“

Die Neubauten werden sich um das denkmalgeschützte einstige RWE-Gebäude gruppieren.
Copyright: Visualisierung/Repro: Wolfram Kämpf
Gedacht sind die Wohnungen, die sich auf mehrere drei-, vier- und fünfgeschossige Gebäude verteilen, dabei ausschließlich für den Verkauf. Eine rund 70 Quadratmeter große Zweizimmerwohnung kostet etwa 390.000 Euro. Der erste Bauabschnitt entlang der Kaiserstraße soll bereits 2027 fertig sein.
Künftig wird damit nur noch das denkmalgeschützte Gebäude in der Mitte des Baugebietes, derzeit Interimsstandort der Pingsdorfer Grundschule, ein wenig an die alte Nutzung des Geländes erinnern. Jahrzehntelang unterhielt dort der RWE-Konzern aus Essen eine Dependance. In den Gebäuden arbeiteten Mitarbeiter der Verwaltung und später auch die eines Callcenters. Das ist nun ein Teil der Stadtgeschichte, ebenso wie die Bedeutung der Kaiserstraße als Route von Wilhelm I. vom Schloss hinauf zum Kierberger Bahnhof und weiter zu den Militärmanövern in der Eifel.

