Eigentlich sollte die Baustelle in der Gustav-Heinemann-Straße im vierten Quartal 2025 abgeschlossen sein.
Baustelle in ErftstadtDarum ist die Gustav-Heinemann-Straße in Liblar immer noch gesperrt

Die Durchfahrt von der Heinz-Cremer-Straße über die Gustav-Heinemann-Straße zur Bliesheimer Straße in Liblar ist in beide Richtungen gesperrt. Unklar ist, wann es mit den Arbeiten weitergeht.
Copyright: Eva-Maria Zumbé
An der Gustav-Heinemann-Straße in Liblar werden seit Januar 2025 Regen- und Schmutzwasserkanäle verlegt. Die Durchfahrt von der Heinz-Cremer-Straße über die Gustav-Heinemann-Straße zur Bliesheimer Straße ist in beide Richtungen gesperrt. Eigentlich sollte die Baustelle im vierten Quartal 2025 abgeschlossen sein. Grund für die Arbeiten ist der Neubau der Seniorenwohnanlage an der Gustav-Heinemann-Straße 4.
Im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben seien die unter dem Gebäude verlaufenden Kanäle überbaut worden, wie der Erftverband mitteilt. „Diese Leitungen stehen im Eigentum des Erftverbandes sowie der Stadtwerke Erftstadt.“
Erftstadt: Erftverband möchte Sicherheitsleistung eines Investors in Anspruch nehmen
Laut Verband handelt es sich um ein Projekt eines privaten Investors, und nicht um eine Maßnahme des Erftverbandes. Die Kanalbauarbeiten seien Teil dieses Projekts. Der Investor habe sich im Vorfeld gegenüber den Stadtwerken und dem Erftverband verpflichtet, die betroffenen Leitungen im Zuge der Baumaßnahme in den öffentlichen Verkehrsraum zu verlegen, erläutert der Verband weiter.
Nun ruhen die Arbeiten. Der Erftverband begründet das so: „Im weiteren Verlauf kam es zum Baustillstand aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen Privatinvestor und Baufirma. In der Folge wurde inzwischen die Zustimmung zur Überbauung des bestehenden Kanals durch den Erftverband widerrufen und die Nutzung des bestehenden Kanals untersagt.“
Weiter seien Sicherheiten in Form einer Bankbürgschaft zur Absicherung der Maßnahme an den Verband ausgehändigt worden. Derzeit führe der Verband mit der bürgenden Bank Gespräche über eine Inanspruchnahme der Sicherheitsleistung. Eine abschließende Entscheidung der Bank stehe noch aus.
Sollte die Bank zustimmen, könnten die noch ausstehenden Arbeiten laut Erftverband zeitnah durch die Baufirma aufgenommen werden und innerhalb von 15 Wochen fertiggestellt werden. Die noch zu erbringende Leistung der Baufirma ist laut Verband die Herstellung von rund 50 Metern Kanal samt erforderlicher Schachtbauwerke. Zudem muss die Straße wiederhergestellt werden.
Bemühungen der Redaktion auf verschiedenen Wegen, den Investor zu erreichen, blieben bis Redaktionsschluss erfolglos.

