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Braunkohle-AusTransportleitung für Rheinwasser wird Anfang März am Tagebau Hambach verlegt

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Zu sehen ist die Rodung von Bäumen in einer Böschung.

Vorbereitende Arbeiten für die Rheinwassertransportleitung haben bereits begonnen, etwa die Rodung von Bäumen am Terra-Nova-Speedway bei Glesch.

Für die Arbeiten muss der beliebte Freizeitweg Terra-Nova-Speedway voraussichtlich für fast zwei Jahre gesperrt werden.

Der Auftakt der Arbeiten für die Rheinwassertransportleitung am Tagebau Hambach am 2. März findet auf Kreisgebiet statt: am Terra-Nova-Speedway zwischen Bedburg und Bergheim. Über die Leitung soll nach dem Aus der Braunkohlenverstromung der Tagebau Hambach mit Wasser aus dem Rhein befüllt werden.

Gearbeitet wurde aber bereits für die Transportleitung. So hat RWE die Baustelle einrichten lassen und am Terra-Nova-Speedway umfangreich roden lassen. „In Abstimmung mit den zuständigen Behörden wird der 6,7 Kilometer lange „Speedway“ – die frühere Fernbandtrasse vom Tagebau Hambach bis zum Tagebau Bergheim – für die Dauer der Arbeiten auf voller Länge gesperrt“, teilt RWE mit.

Rhein-Erft-Kreis: Der Speedway dient bei den Arbeiten als Baustraße

Der Speedway, bei Freizeitsportlern, Spaziergängern und Naherholungssuchenden sehr beliebt, werde  als Baustraße für die Anlieferung der Rohre und Bodentransporte genutzt, um den Straßenverkehr zu entlasten. Die Sperrung ist laut RWE voraussichtlich bis Ende 2027 erforderlich. Anschließend könne der Speedway wieder wie gewohnt genutzt werden.

Entlang der Trasse werden zwei parallel verlaufende Rohrleitungen mit jeweils 2,20 Meter Durchmesser verlegt. Die Rohre werden aus einem zentralen Zwischenlager auf RWE-Betriebsgelände in Bergheim Niederaußem zur Baustelle gebracht. Die insgesamt 45 Kilometer lange Trasse wird vom Rhein bei Dormagen zu den Tagebauen Hambach und Garzweiler führen. Zwischen Bedburg-Blerichen und Bergheim-Glesch werden die Rohre unter die Erft gepresst und verlaufen dann 3,50 Meter unterhalb des Flusses, bei Bedburg-Kirdorf soll die Leitung über die Autobahn 61 geführt werden.

Die Rheinwassertransportleitung ist laut RWE „eine wesentliche Voraussetzung für die umfassende Rekultivierung und Wiedernutzbarmachung der Tagebaue im Rheinischen Revier“. Die Bauarbeiten für einen Leitungsabschnitt bei Dormagen und für das Verteilbauwerk bei Grevenbroich-Allrath werden bis zum Sommer beginnen.

Auf Schloss Paffendorf, Burggasse 1, 50126 Bergheim, richtet der Konzern RWE während der Bauarbeiten eine zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger ein. „Dort stehen Fachleute des Unternehmens dienstags von 10 bis 12 Uhr für Fragen rund um die Rheinwassertransportleitung, die Bauarbeiten und die künftigen Tagebauseen zur Verfügung“, teilt das Unternehmen mit. Für Anliegen und Rückfragen können sich Bürgerinnen und Bürger auch per E-Mail oder Telefon unter 0800-8833830 an das Projektteam wenden.