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Zeugen erleiden SchockFallschirmspringer aus Rhein-Sieg stirbt bei Absturz an Flugplatz in NRW

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Fallschirmspringer am Himmel über dem Flugplatz in Bad Sassendorf (Archivfoto).

Fallschirmspringer am Himmel über dem Flugplatz in Bad Sassendorf (Archivfoto).

Für den 69-Jährigen aus Much kam jede Hilfe bereits zu spät, er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

Bei einem tödlichen Unfall am Ostermontag (6. April) am Flugplatz Bad Sassendorf-Lohne in Nordrhein-Westfalen ist ein 69 Jahre alter Fallschirmspringer aus Much im Rhein-Sieg-Kreis ums Leben gekommen. Das teilte die zuständige Polizei Soest auf Nachfrage dieser Zeitung mit.

Der Mann sei demnach mit seinem Fallschirm aus einem Kleinflugzeug abgesprungen und bei der Landung gegen ein Gebäudeteil auf dem Flugplatz geprallt. Die Ursache war zunächst unklar.

Fallschirmspringer kollidiert mit Gebäudeteil und bleibt auf Dach liegen

Der Unfall ereignete sich den Ermittlungen zufolge gegen 17.30 Uhr am Montagabend. Die Rettungskräfte trafen wenig später am Flugplatz in Bad Sassendorf ein. Für den 69-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er erlag noch am Unfallort seinen schwersten Verletzungen.

Wie der Polizeisprecher Marco Baffa-Scinelli erklärte, sei der Fallschirmspringer nach der Kollision auf dem Dach des Flugplatzgebäudes liegengeblieben. Die Einsatzkräfte konnten nur noch seine Leiche bergen.

Zahlreiche Menschen hatten sich am Montagabend bei bestem Wetter am Flugplatz aufgehalten und wurden Zeugen des Unfalls. Einige Augenzeugen erlitten einen Schock und wurden notfallseelsorgerisch betreut.

Fallschirm öffnete sich nach Absprung – Polizei auf Zeugenhinweise angewiesen

Wie der Unfall geschah, war zunächst noch unklar. Wie der Sprecher mitteilte, war der 69-Jährige aus Much wohl ein geübter Fallschirmspringer. Ob es erst während des Landungsanflugs oder bereits vorher Probleme gab, sei Teil der weiteren Ermittlungen. Der Fallschirm habe sich nach dem Absprung aus dem Flugzeug zunächst geöffnet.

„Wir sind auch noch auf Zeugenhinweise angewiesen“, teilt die Polizei weiter mit. Eventuell könnten Videoaufnahmen ausgewertet werden, da sich viele begeisterte Springer am Flugplatz aufgehalten hätten. Die Polizei sei gerade noch dabei, alles auszuwerten. Alles deute derzeit aber auf einen „tragischen Unfall“ hin.