Im Ausschuss für Mobilität wurde ein Parkraumkonzept vorgestellt, das Lang- und Kurzzeitparken soll gesteuert werden.
ParkenInnenstadt in Hennef soll attraktiver werden und das Abstellen von Autos effizienter gesteuert

In Hennef ist ein Parkraumkonzept in Arbeit, der Mobilitätsausschuss hat es beraten.
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
Parken in Hennef soll umstrukturiert und verbessert werden. Das ist die Grundidee des Parkraumkonzepts, das Ordnungsamtsleiter Jochen Breuer und Mobilitätsplaner Dominic Drieschner im Ausschuss für Mobilität vorstellten. Start war eine Mitteilung im vergangenen Jahr mit neuen technischen Möglichkeiten der Bewirtschaftung. Die Verwaltung hat strategische Ziele und Maßnahmen weiter ausgearbeitet.
Um effizienter und zielgruppengerechter zu gestalten, wurde auch die Werbegemeinschaft Hennef beteiligt. Nach der Diskussion im Ausschuss sollen nun auch weitere Einzelhändler und Dienstleister im Zentrum befragt werden. Ziel ist es, den vorhandenen Parkraum nutzerorientierter zu bewirtschaften. Dafür stand eine Analyse der Bestandsregeln und der bisherigen Auslastungen am Anfang.
Unterschiedliche Parkregeln führen zu Konflikten im ruhenden Verkehr
Dabei stellte sich heraus, dass es häufig wechselnde Verbote und Ausnahmen nebeneinander und unterschiedliche Regelungen nahe beieinander gibt. Die unübersichtliche Lage macht die Regeln für die Parkenden schwer verständlich. Die Folge ist sinkende Akzeptanz und eine Zunahme der Konflikte im ruhenden Verkehr.
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Die Untersuchung der Auslastung an der Frankfurter Straße ergab, dass überwiegend Kurzzeitparken bis zu einer Stunde gefragt ist. In Wohngebieten mit Gesundheits- und Verwaltungs- sowie Senioreneinrichtungen ist die höchste Auslastung am Vormittag, unterschiedliche Nutzergruppen suchen Platz für ihre Fahrzeuge.
Interessant ist die Auslastung des Park-and-Ride-Parkhauses an der Humperdinckstraße, die bei maximal 60 Prozent liegt, im Schnitt sind 47 Prozent der Stellplätze nicht belegt. Die Werbegemeinschaft möchte eine hohe Fluktuation und eine Stunde kostengünstiges Parken für möglichst viele Kundinnen und Kunden ermöglichen. Sie unterstützt aber auch die im Masterplan Mobilität vorgestellten Multifunktionsstreifen, durch die etwa zehn Prozent der Plätze wegfallen.
Kurz- und Langzeitparken sollen konsequent aufgeteilt werden
In der Konsequenz soll es eine klare Aufteilung von Kurz- und Langzeitparken geben. Die Frankfurter Straße soll als Geschäftsstraße vorrangig für Kurzzeitparker entwickelt werden, inklusive besserer Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger. Bis zu einer Stunde sollen die Gebühren vergünstigt werden. Im Raum steht ein statt bisher zwei Euro.

Das Park-and-Ride-Parkhaus an der Humperdinckstraße wird in die Überlegungen für Langzeitparker mit einbezogen.
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Mit dem Fördergeber, dem Land, soll es Gespräche zur teilweisen freien Bewirtschaftung des Parkhauses an der Humperdinckstraße geben. Denn bislang ist es dem Park-and-Ride vorbehalten. Zum Konzept gehört darüber hinaus, detaillierte Vorplanungen mit Kostenschätzung für Parkhäuser an der Meys Fabrik und/oder am Heiligenstädter Platz anzustoßen. Gerade der letzte Punkt führte zu kontroversen Diskussionen, wird die Fläche doch für die Kirmes im September und als Ausweichfläche für den Markt bei Veranstaltungen genutzt.
Verdrängungseffekte in Wohngebiete sollen vermieden werden
Innovative technische Möglichkeiten zur Parkraumbewirtschaftung sollen zudem untersucht und geplant werden. Ziel ist es, Langzeitparkende wie Mitarbeitende der Geschäfte, Praxen und des Rathauses gezielt in Parkhäuser zu lenken. Anreize sollen zum Beispiel kostengünstiges Parken liefern. Verdrängungseffekte in angrenzende Wohngebiete könnten dadurch und durch die Ausweitung des Anwohnerparkens vermieden werden. Bis zum kommenden Ausschuss am 6. Mai werden weitre Gespräche geführt und aus der Konzeptidee ein Konzept erstellt.

