Die 54 Millionen Euro teure Sanierung der Tunnelkette der B42 in Königswinter nähert sich dem Ende. Die Feuerwehr bekam eine Einweisung in die neue Technik.
Pendler können aufatmenNach fünf Jahren wieder freie Fahrt auf der B42 in Königswinter

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Bonn und Königswinter machten sich mit der neuen Tunneltechnik vertraut.
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Während der Landesbetrieb Straßenbau NRW die Freigabe aller vier Spuren auf der stark befahrenen Bundesstraße 42 zwischen Königswinter und Bonn-Oberkassel vorbereitet, haben sich die Feuerwehren aus Königswinter und Bonn mit der neuen Sicherheitstechnik vertraut gemacht. Gemeinsam nahmen rund 200 Einsatzkräfte an einer umfassenden Einweisung in die Tunnelkette der B 42 teil, teilte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Königswinter mit.
Seit rund fünf Jahren wird auf der Mammutbaustelle gearbeitet, rund 54 Millionen Euro investiert das Land NRW in die Tunnel Oberkassel und Oberdollendorf sowie die Galerie Oberdollendorf, die zusammen auf rund drei Kilometer Länge die B 42-Tunnelkette bilden. Das Geld wurde in die Betonsanierung ebenso gesteckt wie in die Kanalisation und die Fahrbahn.
Sicherheitstechnik in der Tunnelkette auf den neuesten Stand gebracht
Vor allem aber wurde die Sicherheitstechnik auf den aktuellen Stand gebracht, wurden neue Fluchtwege geschaffen, Schranken und dynamische Verkehrsschilder installiert sowie die Löschwasserleitungen erneuert. Damit wurden auch für die Feuerwehren aus Königswinter und Bonn relevante Maßnahmen umgesetzt, betont die Feuerwehr Königswinter.
So wurden unter anderem auch die Feuerwehrzugänge zu den Tunneln verbessert, zusätzlich wurde ein unterirdisches Löschwasserbecken errichtet sowie die Funkanlagen und weitere technische Einrichtungen auf den neuesten Stand gebracht, so die Feuerwehr Königswinter. Darüber hinaus wurden die bestehenden Löschwasserentnahmestellen sowie Anfahrtswege im Zuge der Sanierung überarbeitet und angepasst.
Ziel der Einweisung sei es gewesen, die Einsatzkräfte mit den veränderten Gegebenheiten vertraut zu machen, um im Ernstfall mit Unterstützung auch der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef schnell, sicher und effektiv handeln zu können, so die Feuerwehr Königswinter.
An diesem Mittwoch (15. April) soll nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau NRW die B 42 in beiden Richtungen jeweils wieder zweispurig befahrbar sein; schon am Dienstag (14. April) waren nur noch kurze Abschnitte gesperrt. „Letzte Restarbeiten mit voraussichtlich geringfügigen Verkehrseinschränkungen werden im Mai außerhalb der Hauptverkehrszeiten abgeschlossen.“

Während der Bauzeit standen über längere Phasen nur in einer „Röhre“ Spuren zur Verfügung (Aufnahme von Oktober 2024).
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Während der Bauarbeiten kam es immer wieder zu erheblichen Behinderungen für Pendler. Teilweise waren Vollsperrungen nötig, zuletzt bei der Überprüfung der Sicherheitstechnik. Zwischen Bonn-Oberkassel und Königswinter fahren auf der Bundesstraße 42 rund 50.000 Fahrzeuge am Tag, weiter südlich bei Rhöndorf sind es noch etwa 27.000 täglich.

