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SPD Rhein-SiegDie Genossinnen und Genossen wählten ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2027

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Die SPD Rhein-Sieg stellte auf einer Delegiertenversammlung  die fünf Kandidaten für die Landtagswahl 2027 auf. Der Kreisvorstand überreichte ihnen jeweils einen Blumenstrauß.

Die SPD Rhein-Sieg stellte auf einer Delegiertenversammlung  die fünf Kandidaten für die Landtagswahl 2027 auf. Der Kreisvorstand überreichte ihnen jeweils einen Blumenstrauß.

In fünf Wahlkreiskonferenzen setzten sich vier Männer und eine Frau in Sankt Augustin durch, die alle ein Mandat in Düsseldorf anstreben.

„Wir haben ein Jahr Zeit zu zeigen, dass es besser laufen kann in Nordrhein-Westfalen“, sagte der SPD-Kreisvorsitzende Mario Dahm nach der Kür der vier Landtagskandidaten und der einen Landtagskandidatin.

Im Haus der Nachbarschaft an der Udetstraße hatten sich die rund 130 Delegierten versammelt, um in fünf Wahlkreiskonferenzen ihren Mann oder ihre Frau für die Landtagswahl im April 2027 aufzustellen.

Starker Anteil junger Leute

Das Team ist in der Altersstruktur gemischt, mit einem starken Anteil junger Leute. Bei der Quotierung gibt es allerdings ein Manko: Lediglich eine Frau wird im Rhein-Sieg-Kreis antreten. Trotz des Gegenkandidaten Christoph Möller aus Neunkirchen-Seelscheid verschafften die Delegierten Oliver Brock aus Hennef einen starken Rückhalt.

Oliver Brock kandidiert in Hennef, Eitorf, Windeck, Neunkirchen-Seelscheid, Much und Ruppichteroth.

Oliver Brock kandidiert in Hennef, Eitorf, Windeck, Neunkirchen-Seelscheid, Much und Ruppichteroth.

Bei nur einer Gegenstimme wurde er für den Wahlkreis 25 Rhein-Sieg I nominiert. Zu ihm gehören Hennef, Eitorf, Windeck, Neunkirchen-Seelscheid, Much und Ruppichteroth. Der 33-Jährige ist Freiwilliger Feuerwehrmann, Finanzbeamter, Stadtrats- und Kreistagsmitglied sowie stellvertretender Hennefer Bürgermeister. Seine Themen: bezahlbarer Wohnraum, kostenlose Betreuung und Bildung für Familien, eine wachsende Wirtschaft mit weniger Bürokratie.

Nico Novacek kandidiert in Troisdorf, Niederkassel und Sankt Augustin-Menden.

Nico Novacek kandidiert in Troisdorf, Niederkassel und Sankt Augustin-Menden.

Der jüngste SPD-Kandidat ist Nico Novacek aus Troisdorf. Er tritt im Wahlkreis 28 Rhein-Sieg IV an, zu dem Troisdorf, Niederkassel und Sankt Augustin-Menden zählen. Mit 27 Jahren hat schon zweimal ein Direktmandat für den Stadtrat geholt. Seit jungen Jahren ist er politisch aktiv und repräsentiert seine Heimatstadt als stellvertretender Bürgermeister. Seine nahbare Art, jederzeit ansprechbar und zupackend, möchte er mit nach Düsseldorf nehmen. Städte und Gemeinden will er besser finanziell ausstatten, damit für die Menschen der Alltag besser funktionieren kann. Seine Wahlkreiskonferenz verpasste ihm ein einstimmiges Ergebnis.

Simon Skibitzki kandidiert in Siegburg, Lohmar und Sankt Augustin.

Simon Skibitzki kandidiert in Siegburg, Lohmar und Sankt Augustin.

Der dritte Mann im Rechtsrheinischen ist Simon Skibitzki. Der 34-Jährige aus Siegburg strebt die Mehrheit im Wahlkreis 29 Rhein-Sieg V an. Der angestellte Lehrer an einer Gesamtschule ist seit 2025 direkt gewähltes Mitglied im Siegburger Stadtrat. Dass er für mehr Chancengerechtigkeit bei der Bildung im Land kämpfen will, wundert angesichts seines Berufs wohl kaum. Kinder sollen unabhängig von Herkunft und Umfeld gute Startchancen in ein erfolgreiches Leben haben. Er setzte sich mit einem guten Ergebnis gegen seinen Gegenkandidaten Florian Kisner aus Sankt Augustin durch.

Gisela Hein kandidiert linksrheinisch in Bornheim, Swisttal, Rheinbach, Alfter und Weilerswist.

Gisela Hein kandidiert linksrheinisch in Bornheim, Swisttal, Rheinbach, Alfter und Weilerswist.

Gisela Hein will den Wahlkreis 27 Rhein-Sieg III/Euskirchen III gewinnen will. Sie ist eine erfahrene Kommunalpolitikerin und strebt an, die Interessen von Bornheim, Rheinbach, Swisttal, Alfter und Weilerswist im Landtag zu vertreten. Die 65 Jahre alte Volkswirtin nutzte ihre verlängerte Mittagspause und schaffte es gerade rechtzeitig, sich persönlich vorzustellen.

Fokus auf die Alltagsprobleme der Menschen

Nach dem Gruppenfoto musste sie zur Arbeit und wieder den Rückweg antreten. Hein holte sich ein starkes Votum ab und wird, so sie gewählt wird, den Fokus auf die Alltagsprobleme der Menschen richten. Insbesondere die Bildungspolitik vor Ort, in den Gemeinden und Städten will sie vorantreiben. In ihrer Rede argumentierte sie, dass es an Mitteln und Strukturen fehlt und die Kommunen auch im Rhein-Sieg-Kreis finanziell überfordert seien.

Stefan Pohl kandidiert beidseits des Rheins in Meckenheim, Wachtberg, Königswinter, Bad Honnef und die Hennefer Obergemeinde.

Stefan Pohl kandidiert beidseits des Rheins in Meckenheim, Wachtberg, Königswinter, Bad Honnef und die Hennefer Obergemeinde.

Stefan Pohl tritt im Wahlkreis 26 Rhein-Sieg II an, der Meckenheim, Wachtberg, Königswinter, Bad Honnef und die Hennefer Obergemeinde umfasst. Damit will der Betriebsleiter ein Brückenbauer sein, Politik links- und rechtsrheinisch gestalten.

Der 45-Jährige ist Vorsitzender des Ortsvereins Meckenheim. Er baute den Verein „Meckenheim hilft“ auf, der die Menschen in der Ukraine unterstützt. Sein Motto „Ein Staat, der funktioniert, und eine Wirtschaft, die wächst“ überzeugte die Delegierten, die ihn einstimmig wählten.