Salih Özcan kam vor vier Jahren von Köln zum BVB. Im Sommer endet seine Zeit in Dortmund. Die Zukunft des 28 Jahre alten Mittelfeldspielers ist noch unklar.
BVB-Kapitel endetWird Salih Özcan wieder ein Thema beim 1. FC Köln?

Beim BVB endet die Zeit des ehemaligen FC-Profis Salih Özcan im Sommer.
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Es ist nun offiziell: Salih Özcan und Borussia Dortmund gehen getrennte Wege. Der BVB hat bestätigt, dass sich Verein und Spieler auf ein Ende der Zusammenarbeit im Sommer verständigt haben.
Vor vier Jahren wechselte der 28-Jährige nach Dortmund, um in der Königsklasse anzutreten. Für diesen Transfer flossen fünf Millionen Euro von Borussia Dortmund zum 1. FC Köln. Jedoch konnte Özcan die sportlichen Hoffnungen, die in ihn gesetzt wurden, nie erfüllen.
Könnte der FC im Sommer über eine Rückkehr von Özcan nachdenken?
Özcans aktueller Vertrag endet am 30. Juni 2026. Eine Verlängerung des Kontrakts stand nicht mehr zur Debatte. Der türkische Nationalspieler ist daher im Sommer ablösefrei zu haben. Dies könnte auch für den 1. FC Köln interessant werden.
Beim FC hat Eric Martel, der im Mittelfeld spielt, seinen auslaufenden Kontrakt bisher nicht verlängert. Mit Özcan gäbe es eine routinierte Alternative für das Zentrum, die sich in Köln sofort wieder einleben würde. Aber ist eine Verpflichtung realistisch?
Sportchef Thomas Kessler erwähnte schon während der letzten Transferperiode im Sommer, dass ein ständiger Kontakt zu Özcan bestehe. Den Spieler, der seine Ausbildung beim 1. FC Köln erhielt, nannte Kessler „sehr interessanten Spieler“. Der in Köln geborene Spieler war ab 2007 für 15 Jahre in allen Nachwuchsteams des Vereins aktiv.
Bei einem Treffen mit Mitgliedern Mitte Juni relativierte Kessler jedoch Spekulationen über einen Transfer: „Ich kenne Salih sehr gut, ich habe ihn eng begleitet, als er oben ankam. Ich habe einen guten Draht zu ihm und wir sind privat im Austausch. Heißt: Wir als FC sind nicht in Gesprächen mit Salih Özcan, nur ich als Privatperson Thomas Kessler.“
Özcan müsste beim FC geringeres Gehaltsniveau in Kauf nehmen
Fakt ist, dass Özcan unter Coach Niko Kovac zuletzt wenig Spielzeit erhielt. Manchmal stand er nicht einmal im Aufgebot von Dortmund. Diese Lage ist für den Spieler, der bei der WM 2026 für die Türkei spielen will, sehr unzufriedenstellend.
Für seine nächste Karrierestation ist es für Özcan entscheidend, wieder konstant auf dem Platz zu stehen und eine wichtige Rolle im Team zu übernehmen. Ein Comeback in Köln ist daher eine denkbare Möglichkeit, die man nicht außer Acht lassen sollte.
Ein Hindernis könnte jedoch das Gehalt darstellen. Bei Borussia Dortmund liegt Özcans jährliches Einkommen bei vier bis zu fünf Millionen Euro. In Köln müsste er finanzielle Abstriche machen. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass auch andere Vereine Interesse an dem Spieler zeigen. (oke)


