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Bei Hoffenheim-HeimspielFC-Fans protestieren gegen Polizei-Einsatz

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Anhänger des 1. FC Köln halten ein Spruchband gegen Polizeiwillkür hoch.

Die Fans des 1. FC Köln zeigten schon vor dem Anpfiff des Spiels gegen Hoffenheim ein Plakat gegen Polizei-Willkür.

Beim Spiel gegen Hoffenheim war der Gästeblock teils leer. Kölner Fans reagierten derweil mit einem Banner auf die Vorfälle an Karneval.

Gleich mehrere Fan-Themen begleiteten am Samstag (21. Februar 2026) das Heimspiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim.

Das Rhein-Energie-Stadion war, ähnlich wie bei der Partie gegen RB Leipzig, nicht vollständig gefüllt. Im oberen Bereich des Gästebereichs wurden viele Sitzreihen durch Absperrbänder blockiert. Die Gastmannschaft hatte ihr Kartenkontingent nicht vollständig genutzt und einige Karten waren daher in den allgemeinen Verkauf gelangt.

Spruchband der FC-Fans richtet sich an die Polizei

Weil auch Anhänger des Heimvereins Tickets erwerben konnten, sollte durch die Absperrungen ein Puffer zu den Gästefans geschaffen werden. Auch im unteren Rang waren viele Plätze unbesetzt, und die vordersten Stufen des Stehplatzbereichs waren leer. Dort positionierten sich zwei Trommler, während es gegen RB noch drei gewesen waren. Bei Spielen gegen andere Gegner ist das Kölner Stadion üblicherweise ausverkauft.

Trotzdem verursachte „das ganze Dorf“, wie Michael Trippel es nannte, zu Beginn eine starke Rauchentwicklung. Anhänger aus Hoffenheim zündeten mehrere Bengalos und hüllten den Nordbereich in dichten Rauch.

Vor Spielbeginn war im Kölner Fanblock eine deutliche Nachricht an die Polizei zu sehen: „FC-Fans gegen Polizei-Willkür – weder Freund noch Helfer“. Hintergrund ist ein Vorfall am Karnevalssamstag, als etwa 700 Fans in zwölf Bussen an einer Raststätte bei Siegburg von Einsatzkräften gestoppt wurden. Nach Kontrollen wurde ihnen die Weiterfahrt zum Spiel in Stuttgart verwehrt.

Folglich war die aktive Fanszene des FC beim Spiel gegen den VfB Stuttgart fast vollständig abwesend. In der Cannstatter Kurve zeigten sich die dortigen Fans solidarisch mit den nicht zugelassenen Gästen.

Ein dort gezeigtes Spruchband hatte die Aufschrift: „Selbst am Karneval ist die Polizei der größte Clown“. Eine ähnliche Solidaritätsbekundung gab es kürzlich beim Derby des FC in Leverkusen. Damals hatten die Kölner Ultras das Stadion nicht betreten, woraufhin auch die Ultras von Bayer Leverkusen ihren Block verließen.

Nach Angaben der Polizei bestand am Karnevalssamstag die Gefahr einer Konfrontation mit Anhängern von Borussia Mönchengladbach, welche sich auf der Reise zu ihrem Auswärtsspiel in Frankfurt befanden. Die Polizei erklärte, die Maßnahme sei ergriffen worden, um eine Eskalation zu vermeiden. Unter den kontrollierten Kölner Anhängern sollen sich auch einige als problematisch eingestufte Fans befunden haben.

Die Verantwortlichen des FC planen Gespräche mit der Polizei und der Fanszene, um die Hintergründe für die einschneidenden Maßnahmen aufzuklären. Die Ultras äußern vor allem Kritik an Kollektivstrafen. Es besteht die Befürchtung, dass die Polizei zukünftig erneut einer so großen Gruppe von Fans die Weiterreise verweigern könnte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.