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Vorfälle bei Rhein-DerbyHohe Geldstrafe für den 1. FC Köln wegen zündelnder Fans

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8. November 2025: Die Kölner Fans zünden im Gästeblock in Mönchengladbach zahlreich Pyrotechnik (Archivbild).

8. November 2025: Die Kölner Fans zünden im Gästeblock in Mönchengladbach zahlreich Pyrotechnik (Archivbild).

Grund für das Urteil des Sportgerichts sind die Vorfälle beim Derby in Mönchengladbach.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Bundesligisten 1. FC Köln wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 98.500 Euro belegt. Von dieser Summe kann der Verein bis zu 32.800 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.

1. FC Köln im Rhein-Derby gegen Mönchengladbach: Fans zündelten bereits nach fünf Minuten

Laut einer Mitteilung des DFB hatten Kölner Fans vor, während und nach dem Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach am 8. November 2025 „mindestens 56 bengalische Feuer und 30 Blinker“ gezündet. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte die Partie aufgrund der Rauchentwicklung für zwei Minuten unterbrochen werden müssen.

Aufgrund der kalten Luftbedingungen breitete sich dichter Rauch über das gesamte Spielfeld aus, sodass die Sicht stark eingeschränkt war und das Spiel vorübergehend pausiert werden musste.

Das RheinEnergie-Stadion war am Mittwochabend kurz nach dem Anpfiff in Nebel gehüllt.

Das RheinEnergie-Stadion war am Mittwochabend kurz nach dem Anpfiff in Nebel gehüllt.

Der offizielle X-Account (ehemals Twitter) des 1. FC Köln berichtete live: „Das Spiel ist momentan unterbrochen. Zu viel Pyrorauch in der kalten Luft. Man sieht von der Tribüne aus das Spielfeld kaum.“

1. FC Köln bereits in den letzten Jahren mit erheblichen Strafen belegt

Der Einsatz von Pyrotechnik im Fußball ist seit Jahren ein Streitthema. In der Vergangenheit haben ähnliche Aktionen zu hitzigen Debatten geführt, da sie Sicherheitsrisiken bergen und gegen die Regularien des DFB und der UEFA verstoßen. Der 1. FC Köln ist in diesem Zusammenhang kein Unbekannter. Bereits in früheren Saisons, wie beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach im Jahr 2023, führte eine rote Rauchwand zu einer Spielverzögerung und massiver Kritik.

Der 1. FC Köln hat in den letzten Jahren bereits erhebliche Summen zahlen müssen. Allein im Jahr 2024 beliefen sich die Strafen für Pyrotechnik auf 631.000 Euro.

Sportlich verlief das Rhein-Derby für die Mannschaft von Lukas Kwasniok ebenfalls nicht erfolgreich. Die Geißbock-Elf verspielte eine Führung und verlor mit 1:3 gegen den souveränen Herbstmeister. (jv/dpa)