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Für sechs bis sieben Millionen EuroBayer 04 Leverkusen holt Kerim Alajbegovic zurück

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Kerim Alajbegovic (m.) bejubelt seinen entscheidenden Elfmeter.

Kerim Alajbegovic (m.) bejubelt seinen entscheidenden Elfmeter.

Der Werksverein holt den gebürtigen Kölner im Sommer 2026 zurück. Der 18-Jährige unterschreibt einen Vertrag bis 2031.

Bayer 04 Leverkusen hat den Youngster Kerim Alajbegovic zurückgekauft. Der Klub machte von einer Rückkaufoption im Vertrag Gebrauch, die sich auf rund sechs bis sieben Millionen Euro beläuft — viermal so viel wie der Erlös beim Verkauf im vergangenen Sommer, als der gebürtige Kölner für zwei Millionen Euro von der Leverkusener U19 zu RB Salzburg gewechselt war.

Bayer 04 stellt sich für die Zukunft auf

In Österreich machte der Offensivspieler international auf sich aufmerksam. In 36 Pflichtspielen für RB erzielte der 18-Jährige bisher elf Tore und bereitete drei weitere vor, überzeugte in der Champions-League-Qualifikation und der Europa League und rückte schnell zum Leistungsträger auf. Bayer 04 belohnt die Entwicklung mit einem Vertrag bis 2031. Auf der großen Bühne hat Alajbegovic längst auch international Akzente gesetzt.

In der bosnischen Nationalmannschaft gehört er inzwischen zu den prägenden Figuren eines Umbruchs: Bosnien-Herzegowina, lange Zeit ohne WM-Teilnahme, arbeitet sich unter seiner Generation wieder an die Qualifikationsränge heran. Bei den WM-Playoffs gegen Wales bereitete er den ersten Treffer per Eckball vor und verwandelte den entscheidenden Elfmeter zum Finaleinzug ( 4:2 n.E.). Dort wartet nun Italien. 

Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes lobte den Neuzugang mit deutlichen Worten: „Kerim Alajbegovic hat die in ihn gesetzten hohen Erwartungen in Salzburg nicht nur erfüllt, er hat sie sogar in kürzester Zeit übertroffen.„ Der Spieler selbst gibt die Richtung vor: „Für mich ist es ein Sprung auf eine andere Ebene. Dieses Ziel habe auch ich“, sagte Alajbegovic, der Leverkusen als „Top-16-Klub in Europa„ einordnet, bei dem schon viele junge Spieler groß herausgekommen seien.

Kommt aus der Jugend des 1. FC Köln

Seine Wurzeln im Rheinland reichen übrigens weiter zurück: Bevor Alajbegovic 2021 in die Leverkusener Jugend wechselte, war er in der Jugend beim Stadtrivalen 1. FC Köln ausgebildet worden.

Leverkusens-Direktor Fußball Kim Falkenberg ergänzte: „Kerims Talent ist groß, sein Ehrgeiz und sein Siegeswille sind es auch. Wir setzen auf ihn – Er hat alles, um sich in den kommenden Jahren als Spieler der Werkself zu etablieren.“ Ob der Techniker, der im offensiven Mittelfeld ebenso einsetzbar ist wie auf dem linken Flügel, im Sommer sofort in den Bundesligakader integriert wird oder zunächst erneut verliehen wird, ist noch offen — und dürfte von der Kaderentwicklung abhängen.