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Formel-1-RankingZwei Teams düpieren die Konkurrenz – Neuling Audi überrascht

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Nico Hülkenberg drehte auf der Rennstrecke in Bahrain viele Runden mit dem Audi.

Nico Hülkenberg drehte auf der Rennstrecke in Bahrain viele Runden mit dem Audi.

Bei den Testfahrten in Bahrain sorgte außerdem ein innovativer Heckflügel für viel Aufmerksamkeit.

Die Formel-1-Saison 2026 steht bevor, und die Vorsaison-Tests in Bahrain haben bereits für spannende Einblicke gesorgt. Nach sechs intensiven Tagen in Sakhir zeichnet sich ein klares Bild ab: Mercedes-AMG Petronas und Ferrari dominieren, während Neulinge wie Audi und Cadillac noch nach ihrer Position suchen müssen. Bei Aston Martin sieht es ganz übel aus.

Mercedes-AMG Petronas in Bahrain.

Lieferten in der Wüste ab: Mercedes-AMG Petronas.

Basierend auf Rundenzeiten, Zuverlässigkeit und Langstreckensimulationen sieht die Rangfolge der Teams wie folgt aus: Mercedes steht an der Spitze, gefolgt von Ferrari, McLaren, Red Bull, Haas, Alpine, Racing Bulls, Audi, Williams, Cadillac und Aston Martin. Die Tests unterstrichen die Auswirkungen der neuen Regeln, die bei vielen Fahrern – darunter auch Max Verstappen – nicht gut ankommen.

Formel 1: Mercedes und Ferrari mit starken Tests in Bahrain

Die Silberpfeile gelten als Favoriten für den Saisonauftakt inMelbourne. Mit insgesamt 714 Runden zeigten sie trotz kleinerer Pneumatik-Probleme herausragende Zuverlässigkeit. Kimi Antonelli und George Russell fuhren starke Zeiten, wobei Antonelli eine Bestzeit von 1:32.803 erzielte. Im Rennmodus überzeugten sie durch konstante Pace und effiziente Energieverwaltung.

Ferrari überrascht mit innovativem Heckflügel

Die schnellste Runde aller Teams drehte aber Charles Leclerc im Ferrari am letzten Trainingstag. Das lag hauptsächlich am neu entwickelten Heckflügel, der in der Wüste für viel Aufsehen sorgte. Über das innovative „inverting rear wing“-Design staunte auch die Konkurrenz. 

Mercedes-Teamchef Toto Wolff betonte die Fortschritte bei der neuen Power-Unit. Diese lief in Bahrain reibungslos, wird von der Konkurrenz jedoch kritisch beäugt. Setzen die Silberpfeile ein illegales Verdichtungsverhältnis und illegalen Kraftstoff ein? „Blödsinn“ sei das, empörte sich der Österreicher. Vor allem das sogenannte Verdichtungsverhältnis, das mehr Leistung aus dem Motor herausholen kann, rief die Konkurrenz auf den Plan, die sofort bei den Regelhütern intervenierte.

Mercedes wehrt sich gegen Vorwürfe – Audi überrascht in der Wüste

Als Neuzugang via Sauber-Übernahme überraschte Audi positiv und landete auf Platz 8. Mit 711 Runden (357 im zweiten Test) bewies der deutsche Hersteller trotz anfänglicher Schaltprobleme Konsistenz. Gabriel Bortoleto erzielte mit 1:33,755 Minuten die beste Zeit und Upgrades verbesserten die Balance erheblich.

Audi-Pilot Nico Hülkenberg

Audi-Pilot Nico Hülkenberg geht mit einem guten Gefühl in die neue Saison.

Die Power-Unit von Audi, die auf VW-Technik basiert, zeigte ihre Stärke bei Langstrecken – in einer Simulation sogar Platz 5. Aufgrund von Schwächen bei der Traktion und Aerodynamik bleibt das Team im Mittelfeld, gilt aber als „größter Verbesserer”. Der deutsche Fahrer Nico Hülkenberg lobte die Fortschritte.

McLaren, als amtierender Konstrukteursweltmeister aus 2025, zeigt in den Bahrain-Tests eine solide Form. Die Engländer sehen sich auf Augenhöhe mit Ferrari und Mercedes.

Ferrari beeindruckte mit Leclercs 1:31,992. McLaren und Red Bull kämpfen um die Podiumsplätze, während Aston Martin mit desaströsen Zeiten und einigen Motorproblemen enttäuschte. Cadillac als Debütant hielt sich wacker, während Haas und Alpine sich solide im Mittelfeld platzierten. Die Tests deuten auf eine enge Saison hin: Mercedes ist stark, Audi ist aufstrebend. (mbr)