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Kritik am SpielplanFanorganisation will zeitgleiche Spiele am vorletzten Spieltag

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Fanproteste

Die Anstoßzeiten sind ein ständiges Fanthema. (Archivbild)

Die Fan-Organisation „Unsere Kurve“ fordert aus Gründen der Fairness zeitgleiche Spiele am vorletzten Spieltag.

Die Interessenvertretung von Fußballfans „Unsere Kurve“ verlangt abermals, dass alle Begegnungen des vorletzten Spieltags in den höchsten drei deutschen Ligen zur selben Zeit angepfiffen werden. Die Gruppierung rechtfertigt dies nicht nur mit der Fankultur, sondern vor allem mit der Notwendigkeit gleicher Chancen für sämtliche Teams. Es entstünden regelmäßig Situationen, in denen die Kenntnis früherer Resultate von Mitbewerbern die eigenen erforderlichen Ergebnisse beeinflusse.

„Wer schon vorher weiß, dass ein bestimmtes Ergebnis nötig ist, um die eigenen Ziele zu erreichen, hat einen Wissensvorsprung“, teilte „Unsere Kurve“ mit. Der Vorsitzende des Vereins, Jost Peter, äußerte: „Zurück zu den zeitgleichen Ansetzungen der Partien des vorletzten Spieltags in den drei Profiligen“. Die Fan-Interessenvertretung befürchtet, dass womöglich nur noch um die „Goldene Ananas“ gespielt würde, sollten gewisse Entscheidungen schon feststehen. Aktuell werden die Spiele des vorletzten Spieltags in der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga von Freitag bis Sonntag ausgetragen, wohingegen am finalen Spieltag alle Begegnungen simultan starten.

Fanorganisation nennt Beispiele

Zur Bekräftigung ihrer bereits in den letzten drei Jahren vorgebrachten Forderung führt „Unsere Kurve“ Beispiele für denkbare Vorentscheidungen am vorletzten Spieltag an. In der Bundesliga kämpfe der Tabellenachte Eintracht Frankfurt an diesem Freitag (20.30 Uhr) bei Borussia Dortmund um die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb. Der Rivale SC Freiburg auf Platz sieben wüsste im Falle einer Niederlage der Frankfurter, dass ein eigener Erfolg am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den Hamburger SV die Qualifikation für das internationale Geschäft garantieren würde.

Im Rennen um den Aufstieg in der 2. Bundesliga befindet sich die SV Elversberg laut der Fan-Gruppierung „in der komfortabelsten Situation“. Der Tabellenzweite trete erst am Sonntag (13.30 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf an und wisse dann bereits über die Resultate der Mitbewerber SC Paderborn (Freitag gegen den Karlsruher SC) und Hannover 96 (Samstag beim VfL Bochum) Bescheid. „Gewinnen beide Kontrahenten nicht, gibt es wegen der deutlich besseren Tordifferenz am Sonntag faktisch einen ersten Matchball zum Direktaufstieg in Düsseldorf“, so „Unsere Kurve“.

Eine vergleichbare Lage zeige sich in der 3. Liga. Dort tritt der Drittplatzierte MSV Duisburg bereits am Freitag beim FC Erzgebirge Aue an, während dessen Verfolger Energie Cottbus, SC Verl, Hansa Rostock und Rot-Weiss Essen erst am Samstag gefordert sind. „Erneut kommt es zu pikanten Konstellationen in allen drei Ligen, in denen das Wissen um die vorherigen Ergebnisse der Konkurrenz einen Vorteil oder Gewissheit bringt. Eine echte Wettbewerbsgerechtigkeit gibt es nur bei zeitgleich angesetzten vorletzten Spieltagen“, unterstrich die Interessenvertretung der Fans. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.