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DEL-PlayoffsHaie warten weiter auf Halbfinal-Gegner – Heimspiele schon fast ausverkauft

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Die Profis der Kölner Haie nach einem Spiel auf dem Eis.

Die Kölner Haie stehen im Halbfinale der DEL-Playoffs.

Der KEC, schon seit Dienstag für die Runde der letzten vier qualifiziert, kann entspannt trainieren, während in drei Serien noch gekämpft wird.

 Da die Kölner Haie deutscher Meister werden wollen, müssen sie in den laufenden Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) jeden Gegner schlagen, der ihnen begegnet. Und sie brauchen Geduld. Die Kölner, die sich bereits am Dienstag mit dem vierten Sieg in der Viertelfinalserie gegen Schwenningen für die nächste Runde qualifizierten, erfuhren am Donnerstag noch nicht, auf wen sie im Halbfinale treffen werden.

Die Eisbären Berlin verloren mit 1:2 nach Verlängerung bei den Straubing Tigers und vergaben ihren ersten Matchpuck. Straubings Coach Craig Woodcroft jubilierte: „Unser Team hat große Widerstandsfähigkeit und Gelassenheit bewiesen. Wir haben um unser Leben gekämpft, und die Jungs haben einen tollen Job gemacht.“

Es steht 3:2 in der Serie für den Titelverteidiger aus der Hauptstadt, der am Samstag (16.30 Uhr) in der Arena am Ostbahnhof die nächste Chance hat, weiterzukommen. Sollte Straubing auf 3:3 ausgleichen, gäbe es am Montag ein Entscheidungsspiel bei den Tigers. „Die Jungs haben hart gekämpft, daran besteht kein Zweifel. Aber ich weiß, dass wir mehr draufhaben“, befand Berlins Trainer Serge Aubin.

Sollte es den Eisbären gelingen, Straubing auszuschalten, träfen sie im Halbfinale auf die Haie. Denn als Hauptrundensieger bekommt der KEC stets den am niedrigsten platzierten, verbliebenen Gegner. Das wäre Berlin als Tabellensechster. Den Siebten Bremerhaven warf Mannheim (Zweiter) am Donnerstag mit einem 4:3-Erfolg und einem 4:1 in der Serie aus dem Wettbewerb. Sollte Straubing (Dritter) die Eisbären noch bezwingen, käme es anders: Dann träfen die Tigers auf Mannheim – und die Haie auf den Sieger des Viertelfinalduells zwischen München (Vierter) und Ingolstadt (Fünfter). Red Bull führt dort 3:2 und hat am Samstag (14 Uhr) einen Matchpuck zum Halbfinaleinzug.

Auf einen Lieblingsgegner wollen sich die Haie nicht festlegen. „Wer der nächste Gegner wird, ist erst einmal egal“, sagte unlängst Torsten Ankert, Ex-Haie-Profi, der inzwischen als Assistent von Sportdirektor Matthias Baldys arbeitet. Und weiter: „Wichtig ist, dass die Haie ihr Spiel durchziehen. Man geht die Dinge, die man kontrollieren kann, Tag für Tag an.“ Baldys ergänzt: „Ansonsten versucht man, sich gut vorzubereiten und gleichzeitig etwas zu erholen, körperlich wie mental. Ein paar Tage vor Serienstart wird dann wieder gezielter trainiert.“ Fest steht: Für die Haie beginnt das Halbfinale am 8. April um 19.30 Uhr mit einem Auswärtsspiel. Der einzige Haie-Profi, der bisher alle Playoff-Spiele verletzt verpasste, war Mittelstürmer Ryan MacInnis. Ob er wieder fit werden könnte bis zum Halbginale, ließ der KEC offen.

Obwohl der Gegner noch nicht feststand, gingen die beiden sicheren Halbfinal-Heimspiele in der Lanxess-Arena am 10. und 15. April (jeweils 19.30 Uhr) bereits in den Vorverkauf, der wie gewohnt rasant lief. Nach kurzer Zeit waren nahezu alle Tickets vergriffen. Am Freitag waren nur noch wenige Plätze in den Logen verfügbar. Bei den Auswärtsspielen veranstaltet der KEC indes Public-Viewing-Veranstaltungen, und zwar in der „Halle Tor 2“ am Girlitzweg (Eintritt 9,95 Euro).

Die größte Aufregung der Playoffs 2026 gab es bislang in der bayerischen Serie zwischen München und Ingolstadt. Münchens 30-jähriger Verteidiger Fabio Wagner checkte den früheren Kölner Edwin Tropmann im vierten Spiel hart gegen den Kopf- und Nackenbereich. Der 20-Jährige erlitt eine nicht näher definierte Kopf-Nackenverletzung und musste im Krankenhaus behandelt werden, das er am Donnerstag wieder verlassen konnte; die Saison ist für ihn jedoch beendet.

Auch für Wagner ist die Spielzeit vorbei. Der Disziplinarausschuss der DEL sperrte den Münchner für 14 Spiele und stellte klar, dass die Sperre mindestens bis zum 8. Mai 2026 gilt, „sodass Wagner bis zum Ende der diesjährigen Playoffs um die deutsche Meisterschaft nicht mehr zum Einsatz kommen darf.“ Zudem wurde eine Geldstrafe verhängt.