Beim 113:96 in Koblenz erzielt der Aufbauspieler 26 Punkte und verwandelt sieben Dreier.
BasketballHaris Hujic erlebt bei den Rheinstars Köln einen traumhaften Abend

Haris Hujic zeigte bei den Rheinstars Köln eine überragende Leistung.
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Haris Hujic hat am Freitag in der Zweiten Bundesliga (Pro A) einen Abend erlebt, von dem Basketballspieler träumen. Beim 113:96 (59:47) der Rheinstars in Koblenz erzielte der Aufbauspieler 26 Punkte, 20 waren es in der ersten Halbzeit, als er nahezu jeden Wurf verwandelte und sechs seiner insgesamt sieben Dreipunktewürfe traf.
Der 28-Jährige schrammte knapp an seinem persönlichen Rekord in der Pro A vorbei, den er am 30. Oktober 2022 mit 33 Punkten für die Bayer Giants Leverkusen bei deren 82:94-Niederlage gegen Münster aufgestellt hatte. Nach einer langen Verletzungspause, aus er sich seit Saisonbeginn zurückkämpft, war es das beste Spiel des ehemaligen Nationalspielers. Die Erleichterung über die Rückkehr zu seiner früheren Form bündelte Hujic in der Wiederholung eines einzigen Wortes, als er sagte: „Endlich, endlich.“
Ich bin mir eigentlich sicher, dass zehn Siege reichen werden, um in der Liga zu bleiben. Aber mit dem elften ist es umso besser
Der 1,93 Meter große Guard ist eine der Symbolfiguren des Kölner Aufschwungs. Mit seinem elften Saisonerfolg hat sich der Aufsteiger aus dem Kampf um den Klassenerhalt befreit, in den verbleibenden Partien kann sich das Team von Trainer Zoran Kukic um die Teilnahme an den Playoffs bemühen. „Ich bin mir eigentlich sicher, dass zehn Siege reichen werden, um in der Liga zu bleiben“, sagte Kukic. „Aber mit dem elften ist es umso besser. “
Vor allem in der Offensive entfalten die Kölner ihre Qualitäten immer wirkungsvoller. In den vergangenen beiden Partien erzielten sie 206 Punkte – auswärts. Vor einer Woche hatten sie sich mit 93:82 in Bayreuth durchgesetzt. „Wir haben uns zu einer stabilen Mannschaft entwickelt, jeder hat eine Aufgabe und eine Rolle für sich gefunden und wir hatten am Freitag außergewöhnliche Wurfquoten“, so Sportgeschäftsführer Stephan Baeck.
Neben Hujic beflügelten Kapitän Mike Miller und Cedric Russell den Angriff der Rheinstars. Russell sorgte mit 18 Punkten und vier Dreiern für kaum weniger Gefahr als Topscorer Hujic und die Statistiken von Miller lassen ohnehin kaum Schwächen erkennen. Dabei ist dessen starke Verteidigung gegen seinen Koblenzer US-Rivalen Calvin Wishart noch nicht einmal berücksichtigt. Auch unter dem Korb agierten Kenny Baptiste und Björn Rohwer derart solide, dass sie sich ein größeres Lob verdient hätten, wenn Hujic nicht alle überstrahlt hätte.
Rheinstars Köln: Russell (18), Watson (5), Günther (6), Begue (8), Hujic (26), Davis, Paige, Rohwer (12), Onyejiaka (3), Miller (19/3 Dreier/4 Assists/11 Rebounds/2 Steals), Elisias (5), Baptiste (11).

