Sebastian Bamberg erzielt vier Tore für die Mannschaft von Trainer Heiko Dietz.
LandesligaSV Schlebusch gewinnt gegen Blau-Weiß Köln nach 1:4-Rückstand mit 7:4

Sebastian Bamberg (l.) erlebte mit dem SV Schlebusch einen kuriosen Nachmittag.
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„Das habe ich so noch nicht erlebt“, sagte Heiko Dietz nach dem 7:4 (2:4)-Sieg seines SV Schlebusch am 22. Spieltag der Fußball-Landesliga. Gegen seinen ehemaligen Verein SC BW Köln wähnte sich der Heimtrainer schon auf der Verliererstraße. Dann fand er in der Kabine die richtigen Worte und sah fünf Tore in den zweiten 45 Minuten zum letztlich klaren Heimsieg.
Auf dem Kunstrasen im heimischen Bühl hatte das Dietz-Team zunächst mehrere Gegentreffer begünstigt. Fabio Dopieralas 0:1 konterte Keyhan Güneser noch mit dem Ausgleich (15.). Dann vergrößerten Tilman Demmer (18.), Mirko Wiersch (23.) und Maik Spiekermann (36.) die Sorgen. Beim Stand von 1:4 bäumte sich Sebastian Bamberg mit dem 2:4 auf (40.). „Ich habe eine intensivere Pausenansprache gehalten und meine Spieler an die talentfreien Tugenden erinnert, die man im Fußball auf den Platz bringen kann“, erklärte der Heimtrainer.
Dieses Plädoyer fruchtete so gut, dass Bamberg schon in der 49. Minute auf 3:4 für Schlebusch stellte. Wenig später brachte der dritte Streich des Stürmers das 4:4 (53.). Dann markierte Joker Justin Prensena die erste Führung für die Gastgeber (61.). Auf diese setzte Bamberg seinen vierten Treffer des Tages und das 6:4 (70.).
Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg“, hielt der Coach fest, „aber so wild und verrückt brauche ich es nicht jede Woche
Nun waren die Schlebuscher im Flow und kamen durch den eingewechselten Mohamad Lectibi zum Endstand (88.). „In der ersten Halbzeit hatten wir den klaren Rückstand verdient“, stellte Dietz klar, „danach muss ich aber auch die Moral meiner Mannschaft loben. Das steckt in ihr und sie kann es ruhig öfter zeigen.“
Nach dem zweiten Heimsieg in Folge (zuvor 3:1 gegen Mondorf) schöpfen die SVS-Kicker Hoffnung im Abstiegskampf. „Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg“, hielt der Coach fest, „aber so wild und verrückt brauche ich es nicht jede Woche.“

