Abo

LandesligaSV Schlebusch rutscht während der Winterpause auf einen Abstiegsplatz

2 min
16.11.2025, Fussball S V Schlebusch-GW Brauweiler

Jakob Steinebach (Schlebusch)

Foto: Uli Herhaus

Jakob Steinebach (vorn) und der SV Schlebusch fielen ohne eigenes Verschulden in der Tabelle zurück. 

Wegen des Rückzugs von Eintracht Hohkeppel II bekommt die Mannschaft von Trainer Heiko Dietz Punkte abgezogen.

„Das ist eigentlich ein Skandal“, sagt Dirk Dreher zur Situation beim Landesligisten SV Schlebusch. Nach einem aufregenden ersten Halbjahr, in dem sich die Fußballer vom Bühl erst nach der Amtsübernahme von Heiko Dietz fingen, musste der Vorstandssprecher eine bittere Pille schlucken: Eintracht Hohkeppel zog seine Reserve aus der Landesliga zurück und schadete damit den Leverkusenern.

Da der Rückzug vor dem 30. April 2026 erfolgte, bleiben die bisher ausgetragenen Spiele gemäß Paragraf 52 ohne Wertung und Hohkeppel II steht als Absteiger fest. „Ein Verein mit Regionalliga-Ansprüchen macht das nicht vor und nicht nach der Saison, sondern währenddessen. Das ist ein Unding“, ärgerte sich Dreher über die Tatsache, dass seiner Mannschaft die drei Punkte vom 2:0 gegen Hohkeppel II abgezogen werden, während Konkurrenten wie Spich unterlagen und nun profitieren.

Das ist eigentlich ein Skandal. Ein Verein mit Regionalliga-Ansprüchen macht das nicht vor und nicht nach der Saison, sondern währenddessen. Das ist ein Unding
Dirk Dreher, Vorstandssprecher des SV Schlebusch

Anstatt eines Punkts Vorsprung haben die Schwarz-Gelben nun zwei Zähler Rückstand auf den 1.FCS und stehen wieder unter dem Strich. „Unser Glaube ist trotzdem da“, stellt Heiko Dietz mitten in der Wintervorbereitung klar. Der Trainer kam Mitte November als Nachfolger von Sven Bellinghausen und weckte mit den Siegen gegen Spich (5:0) und Fortuna Bonn (2:1) sowie dem Punkt gegen Bad Honnef (1:1) Hoffnung auf den Klassenerhalt.

In der Vorbereitung arbeiten wir weiter an unseren Prinzipien“, betont Dietz, der sich unabhängig vom Spielsystem und Gegner machen will. Dafür hat er einen starken Stamm an Spielern zur Verfügung. Zudem kamen mit Melfraxave Chuisse (TuRU Düsseldorf), Ephraim Ngoma (SpVg. Porz) und Mohammed Lectibi (Pesch) drei Offensivspezialisten dazu. Henoc Muamba (SpVg. Flittard) und Maximilian Kuster (Fortuna Bonn) sind eher für die Defensive verantwortlich, können als Zugänge aber ebenso für die Belebung des SVS-Fußballs sorgen.

Stellt man dieses Quintett den Abgängen Enes Yürük (SV Bergfried), Luke Lachenicht (Ford Niehl), Kevin Kassunga (SV Solingen), Jan Schreiber und Niklas-Carl Uhl (beide Flittard) gegenüber, verwundert Dietz' folgende Aussage nicht. „Unsere Mannschaft ist auf keinen Fall schlechter geworden.“ Dank Teambuilding im Kurztrainingslager sowie hoher Intensität bei Übungseinheiten und in Testspielen (unter anderem beim jüngsten 5:1 gegen Königsdorf) kann eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ entstehen. „Natürlich tun uns die drei abgezogenen Punkte aus dem Hohkeppel-Spiel weh“, sagt Heiko Dietz, „aber wir nehmen die Situation so an wie sie ist und können uns die Dreier ab März wiederholen.“ Dann steht für den Drittletzten erst das Heimspiel gegen Borussia Lindenthal (1. März) und dann das Gastspiel bei Homburg-Nümbrecht (8. März) an.