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Sieg erst nach MitternachtZverev steht nach Drei-Satz-Krimi im Viertelfinale von Madrid

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ATP-Tour - Madrid

Alexander Zverev erreicht in Madrid das Viertelfinale.

Alexander Zverev kämpft sich in Madrid bis tief in die Nacht ins Viertelfinale und lässt dabei seinem Frust freien Lauf.

Alexander Zverev hat sich nach einer langen Partie in der Nacht für das Viertelfinale des Masters-1000-Events in Madrid qualifiziert. In einem hart umkämpften Achtelfinalspiel besiegte der Dritte der Weltrangliste den 20-jährigen Tschechen Jakub Mensik mit 6:4, 6:7 (4:7) sowie 6:3. Wegen des späten Beginns und einer Matchdauer von 2:18 Stunden war der Erfolg des 29-Jährigen erst um 1:22 Uhr in der Nacht besiegelt. „Ich bin definitiv glücklich mit dem Match und dem Sieg“, äußerte sich Zverev danach.

Zunächst präsentierte sich Zverev stark und gewann den Auftaktsatz überzeugend. Im Verlauf des zweiten Satzes steigerte sich jedoch Mensik, wohingegen Zverev zunehmend fehleranfällig agierte. Konsequenterweise erzwang der tschechische Spieler einen entscheidenden dritten Durchgang.

Zverevs Frustausbruch auf dem Court

In diesem Satz ließ Zverev bei einem Spielstand von 1:2 seinem Ärger freien Lauf, indem er seinen Schläger zu Boden warf. Unmittelbar danach musste er sich Sand mit einem Handtuch aus dem Gesicht entfernen. Der Olympiasieger fand trotz des unübersehbaren Frusts zurück in die Partie und nutzte seinen ersten Matchball zum Gewinn des Spiels. Sichtbare physische Beeinträchtigungen waren bei ihm nicht zu erkennen, obgleich er nach der vorangegangenen Begegnung mit dem Franzosen Terence Atmane von unspezifischen körperlichen Beschwerden gesprochen hatte.

Um den Einzug in die Vorschlussrunde zu erreichen, spielt Zverev als Nächstes gegen den Italiener Flavio Cobolli. Das Duell verspricht Spannung, weil Cobolli den deutschen Profi vor Kurzem in der Vorschlussrunde des Wettbewerbs in München bezwungen hatte. Für Zverev markiert dies die sechste Teilnahme am Viertelfinale des Sandplatz-Events in der Hauptstadt Spaniens.

Titelanwärter Sinner ebenfalls eine Runde weiter

Der italienische Weltranglistenerste Jannik Sinner wird neben Zverev als aussichtsreichster Anwärter auf den Titel gehandelt. Mit einem 6:2, 7:5-Sieg über den Briten Cameron Norrie zog auch Sinner in die Runde der letzten Acht ein. Auf den Südtiroler wartet dort mit dem 19-jährigen Spanier Rafael Jodar ein vielversprechender Kontrahent. Seine Siegesserie setzte Jodar durch einen 7:5, 6:0-Erfolg gegenüber dem Tschechen Vit Kopriva fort, nachdem er schon beim ATP-Wettbewerb in Barcelona die Vorschlussrunde erreicht hatte.

Auf der Plattform „X“ äußerte sich Tennis-Legende Boris Becker enthusiastisch: „Was für ein Talent!!!“ Das Land habe „einen weiteren Diamanten“ im Tennissport. Informationen von Datenanbietern zufolge ist Jodar nach Rafael Nadal und Carlos Alcaraz, welcher dieses Jahr verletzungsbedingt ausfällt, erst der dritte spanische Teenager, der in Madrid das Viertelfinale erreicht hat.

Das Turnier in Madrid, das mit circa 8,2 Millionen US-Dollar dotiert ist, wird als bedeutender Indikator für die French Open angesehen, welche am 24. Mai beginnen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.