Eon verspricht stabile Strom- und Gaspreise für 2024. Doch unvorhersehbare staatliche Eingriffe könnten die Tarife noch beeinflussen.
Gute Nachricht für Eon-KundenEnergieversorger hält Strom- und Gaspreise dieses Jahr stabil

Deutschlands größter Energieversorger verspricht seinen Bestandskunden für 2026 stabile Strom- und Gaspreise. (Symbolbild)
Copyright: Henning Kaiser/dpa
Eon sichert Preisstabilität für Strom und Gas im laufenden Jahr zu
Der Energiekonzern Eon gibt für Bestandskunden ein Preisversprechen für 2024 ab. Doch unvorhersehbare staatliche Maßnahmen könnten die Tarife noch beeinflussen.
Eon, der größte deutsche Energieanbieter, beabsichtigt für das laufende Jahr, von weiteren Anhebungen der Tarife für Strom und Gas abzusehen. In einer Mitteilung, die der Deutschen Presse-Agentur zur Verfügung steht, sagte Filip Thon, der Vorstandsvorsitzende von Eon Energie Deutschland: „Wir als Eon werden die Strom- und Gaspreise für unsere Bestandskundinnen und -kunden in diesem Jahr stabil halten“.
Als Begründung für die stabilen Preise wird eine weitsichtige Beschaffungspolitik genannt. Thon führte aus: „Wir haben Strom und Gas langfristig eingekauft und so die benötigten Energiemengen für unsere Kundinnen und Kunden in diesem Jahr bereits vollständig gedeckt“. Diese Zusage erstrecke sich ebenfalls auf die Millionen Kunden in der Grundversorgung, deren verlässliche Versorgung Eon im gesamten Bundesgebiet gewährleiste.
Externe Faktoren könnten Preise dennoch verändern
Für die Kostenkomponenten, die Eon direkt steuern kann, habe man vorausschauend agiert, unterstrich Thon. Fest stünden zudem die Netzentgelte für das komplette Jahr 2026. Anpassungen beim Endkundenpreis könnten sich allerdings durch spontane regulatorische Entscheidungen ergeben, die aus der gegenwärtigen geopolitischen Situation resultieren. „Ähnliches haben wir in der Energiekrise nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs gesehen“, merkte Thon an. Eine verlässliche Voraussage sei in diesem Punkt ausgeschlossen.
Auf lange Sicht erwartet Eon ein Preisniveau, das über dem vor der Auseinandersetzung im Nahen Osten liegt. Thon ergänzte: „Wir sprechen uns daher klar für eine Senkung der Stromsteuer aus. Nur so kann die Elektrifizierung für eine bezahlbare Energiewende weiter angekurbelt werden“. In Deutschland beliefert der Konzern etwa 11,3 Millionen Kunden mit Strom und 2,3 Millionen mit Gas.
Verivox-Analyse zeigt unterschiedliche Tarifentwicklungen
Laut dem Vergleichsportal Verivox befindet sich der mittlere Strompreis für Haushalte mit 31,6 Cent pro Kilowattstunde (kWh) auf dem Stand vom Anfang des Jahres. Jedoch zeigen sich Differenzen bei den einzelnen Tarifkategorien. Die Tarife der Grundversorgung fielen beispielsweise von einem Durchschnitt von 42,7 Cent/kWh im Januar 2026 auf den aktuellen Wert von 39,9 Cent/kWh. Als Hauptursache hierfür werden reduzierte Netzentgelte für Strom genannt.
Die preiswertesten Stromangebote der Grundversorger verteuerten sich im selben Zeitraum: von 32,3 Cent/kWh auf 32,7 Cent/kWh. Für Neukunden stiegen die Tarife von einem Durchschnittswert von 23,4 Cent/kWh auf 24,8 Cent/kWh. Verivox führt diese Anstiege auf gestiegene Risiken an den Großhandelsmärkten infolge der Spannungen im Nahen Osten zurück. Für Erdgas wurde seit Anfang des Jahres ein Anstieg des mittleren Haushaltspreises von 9,9 Cent/kWh auf 11,1 Cent/kWh verzeichnet.
Experte prognostiziert mittelfristigen Preisanstieg
Der Verivox-Energieexperte Thorsten Storck erläuterte: „Im Gegensatz zu den Preissprüngen an den Tankstellen sind die Auswirkungen des Krieges im Iran auf die Strom- und Gaspreise der Haushalte in Deutschland bislang noch gering“. Erhöhungen der Preise seien hauptsächlich bei Angeboten für Neukunden mit kurzfristiger Preisgestaltung festzustellen. „Mittelfristig erwarten wir jedoch auch Preissteigerungen bei den Bestandskundentarifen.“ (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.