Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor erheblichen Belastungen für die Weltwirtschaft durch den Nahost-Konflikt.
Globaler Schock für WirtschaftIWF: Krieg bedroht Lieferketten und Energiepreise

Der Krieg im Nahen Osten wirbelt die Lieferketten durcheinander. (Archivbild)
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Die Auseinandersetzung im Nahen Osten hat nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gravierende Konsequenzen für die globale Ökonomie. Wie die dpa meldet, beeinträchtigt der Konflikt den Handel mit Energie, weltweite Versorgungsketten sowie die Finanzmärkte.
In einem Beitrag auf seinem Blog charakterisiert der IWF die Auseinandersetzung als „globalen, aber asymmetrischen Schock“, der hauptsächlich über drei Mechanismen wirke: Energiepreise, Handel und finanzielle Rahmenbedingungen. Als besonders schwerwiegend wird dabei die Unterbrechung der Energieversorgung betrachtet.
Unterbrochene Versorgungsketten und wachsende Kosten
„Der Krieg verändert auch die Lieferketten für Güter des täglichen Bedarfs und kritische Produktionsmittel“, hebt der IWF hervor. Die notwendige Umleitung von Tank- und Containerschiffen führe zu höheren Fracht- sowie Versicherungsausgaben und dehne die Lieferdauern aus. Flugstreichungen an bedeutenden Knotenpunkten in der Golfregion beeinträchtigen darüber hinaus den weltweiten Reiseverkehr und erschweren den Warenaustausch.
Die Konsequenzen dieser Schwierigkeiten in den Versorgungsketten sind laut IWF bereits für Staaten, Firmen und Konsumenten spürbar. „Da die Düngemittellieferungen – von denen etwa ein Drittel die Straße von Hormus passiert – unterbrochen sind, wächst die Sorge um die Lebensmittelpreise“, wird weiter ausgeführt. Als Grund dafür werden gestiegene Kosten für Dünger und weitere Vorprodukte genannt.
Inflationsgefahr und Konsequenzen für Europa
Zusammenfassend besteht laut IWF die Gefahr einer global anziehenden Inflation sowie einer schwächeren Konjunktur. Das Ausmaß der Effekte sei abhängig von der Länge, der geografischen Ausdehnung und der zerstörerischen Kraft der Auseinandersetzung. Es sei jedoch bereits deutlich, dass die ökonomischen Gefahren ansteigen. (red)
In Nationen, wo die Bevölkerung einen erheblichen Anteil ihres Verdienstes für Nahrungsmittel aufwendet – vor allem in Afrika, Gebieten des Nahen Ostens und in Mittelamerika – seien gestiegene Preise mit gravierenden gesellschaftlichen und ökonomischen Belastungen verknüpft. Jedoch würde auch in Europa eine zusätzliche, energiegetriebene Preissteigerung die bereits vorhandene finanzielle Last durch die Lebenshaltungskosten weiter erhöhen. (red)
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