Abo

Postbank vor WarnstreiksVerdi nennt Angebot der Deutschen Bank einen „Schlag ins Gesicht“

2 min
Deutsche Bank und Postbank

Die Postbank gehört zur Deutschen Bank, derzeit laufen Tarifgespräche für rund 9.000 Postbank-Beschäftigte (Archivbild)

Für rund 9.000 Angestellte der Postbank könnten bald Streiks Realität werden, da die Verhandlungen mit Verdi scheiterten. Welche Folgen hat dies für Kunden?

Die Gewerkschaft Verdi hat mit Arbeitsniederlegungen gedroht, nachdem die Tarifgespräche für etwa 9.000 Mitarbeiter der Postbank bislang ohne Ergebnis blieben. Während der initialen Verhandlungsrunde in Düsseldorf wies die Arbeitgeberseite die Tarifforderung zurück. Das von der Konzernmutter Deutsche Bank unterbreitete Gegenangebot wurde von der Gewerkschaft als unzureichend bewertet.

„Der Unmut der Postbankbeschäftigten ist groß“, ließ Verdi verlauten. Die Arbeitslast sei über Jahre hinweg enorm hoch gewesen, und die aktuelle Offerte sei „ein Schlag ins Gesicht“. Jan Duscheck, der Verhandlungsführer für Verdi, äußerte laut der dpa: „Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden Wochen zu ersten Warnstreiks kommen wird“. Innerhalb der Tarifkommission sei die Initiierung entsprechender Schritte bereits thematisiert worden.

Gegenangebot der Deutschen Bank in der Kritik

Die vorgelegte Offerte beinhaltet eine Lohnerhöhung um zwei Prozent ab September, der fünf Monate ohne Anpassung vorausgehen. Eine weitere Anhebung um zwei Prozent ist für September des Folgejahres vorgesehen.

„Die Deutsche Bank hat gerade erst ein Rekordergebnis verkündet; da ist es jetzt völlig unverständlich, dass sie ein Gehaltsangebot macht, das nicht einmal ansatzweise die Inflation ausgleicht“, kritisierte Duscheck.

Geplante Umstrukturierung sorgt für Verunsicherung

In der aktuellen Tarifrunde verlangt Verdi eine Lohnerhöhung von acht Prozent, jedoch nicht weniger als 300 Euro monatlich. Ein weiterer Punkt sind die Transformationsprozesse: Laut der Gewerkschaft verursachen die Eingliederung der früheren Postbank in die Strukturen der Deutschen Bank, die Schließung von Filialen und andere organisatorische Anpassungen eine große Verunsicherung unter den Angestellten. Für sie seien Zukunftsaussichten und verlässliche Planbarkeit essenziell.

Für den 18. Mai ist in Frankfurt die Fortsetzung der Gespräche terminiert. Schon im Jahr 2024 gab es eine tarifliche Auseinandersetzung bei der Postbank, die erst im fünften Anlauf beigelegt werden konnte. Damalige Arbeitsniederlegungen auf Aufruf von Verdi hatten mehrfach zu Beeinträchtigungen des Kundendienstes geführt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.